Apotheken-Rezepte von DrEd

Bei der Beratung versagt

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KONSUMENT 3/2013 veröffentlicht: 21.02.2013

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10 Wiener Apotheken im Beratungstest: Apothekerinnen und Apotheker sollen bei Rezepten aus der Onlineordination DrEd besondere Sorgfalt bei Beratung und Aufklärung walten lassen. Die Realität, das zeigt unser Test, sieht allerdings anders aus.

Seit 16. April 2012 ist die in London ansässige Onlineordination DrEd auch in Österreich ­aktiv. In der Internetpraxis können sich Patientinnen und Patienten beraten und Rezepte für Medikamente ausstellen lassen. Die Verordnung liegt dann wenige Tage später im Briefkasten. Die österreichische Apothekerkammer reagierte unmittelbar auf das neue Angebot. Nur einen Tag später, am 17. April 2012, erging eine Aussendung an alle österreichischen Apothekerinnen und Apotheker.

Bei Rezepten von DrEd mehr Beratung und Aufklärung

Darin wies die Kammer zwar auf die Recht­mäßigkeit der Onlinerezepte hin, mahnte ihre Mitglieder jedoch gleichzeitig, besondere Sorgfalt walten zu lassen, wenn Patienten mit Rezepten von DrEd in die Apotheke kommen: „Alle Rezepte, die von Ärzten aus der Ordi­nation ,DrEd‘ ausgestellt werden, tragen das Logo von DrEd. Bei diesen Rezepten kommt vor allem Ihnen verstärkt die Rolle der Beratung und Aufklärung zu“, heißt es in der ­Informationsschrift.

Apothekerkammer: Kritik am Onlineangebot von DrEd

Gespart wird auch nicht mit – wenn auch indirekt formulierter – Kritik am neuen Onlineangebot: „Grundsätzlich sind wir der Auffassung, dass aufgrund der Patientensicherheit ein direktes und persön­liches Gespräch zwischen Arzt und Patient notwendig ist.“ Der neue Kammerpräsident Max Wellan legte in der Österreichischen Apotheker-Zeitung nach. In der Ausgabe vom 4. Juni 2012 sagte er: „Ärzte und Apotheker sind daran interessiert, unsere Patienten persönlich, verantwortungsvoll und nachhaltig zu betreuen. Deswegen ist der gemeinsame Kampf gegen kurzfristige Geschäftemacherei – Motto: keine Rose für DrEd – unser gemeinsames Interesse.“

Misstrauen angebracht

Misstrauen gegenüber der Onlineordination erscheint, wie unser Test „Rezepte von DrEd 2/2013“ in der vergangenen Ausgabe (KONSUMENT 2/2013) zeigte, durchaus angebracht. Damals konfrontierten wir DrEd mit zwei Fällen aus den Bereichen Sexualgesundheit und Reisemedizin. Die Ergebnisse waren höchst fragwürdig, teilweise wurden sogar rechtliche Bestimmungen verletzt.

Viagra vom Onlinedoktor

In unserem aktuellen Test wollten wir nun wissen, wie Apothekerinnen und Apotheker reagieren, wenn ein Patient ein Rezept für ein potenzsteigerndes Medikament (wir entschieden uns für Viagra) vom Onlinedoktor einlösen möchte. Wird die von der Kammer eingeforderte Sorgfalt eingehalten, die Testperson also umfassend aufgeklärt und beraten, und ist dadurch die Patientensicherheit gegeben?


Lesen Sie außerdem folgende Tests zum Thema "Apotheken": Apotheken-Rezepte von DrEd,  Medikamentenkauf in Tiroler ApothekenGenerika in Apotheken, Beratung in Tiroler ApothekenInternet-Apotheken und Beratung in Apotheken

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Augarten-Apotheke "Zum heil. Leopold", Auge-Gottes-Apotheke, Alte Feldapotheke, Apotheke am Spittelberg, Maria-Treu-Apotheke, Margareten-Apotheke, Schutzengel-Apotheke, Sophien-Apotheke, St.-Nikolaus-Apotheke, Werdertor-Apotheke

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Kommentare

  • DrEd
    von Max Mustermann am 21.02.2013 um 12:54
    Diese beiden Fälle aus dem letzten Heft, die Sie hier ansprechen, treffen auf vielleicht 2% der Bevölkerung zu. Daraus zu schließen, es ist bei DrEd schlecht, Rezepte zu holen, halte ich für nicht richtig. Und in den Arztpraxen, da stellt halt die Praxishilfe die Rezepte aus, ohne viel nachzufragen.
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