Blasenschwäche

Die Muskeln spielen lassen

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Konsument 11/1999 veröffentlicht: 01.11.1999

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Schätzungsweise jede vierte Frau und jeder zehnte Mann leidet irgendwann im Leben daran. Von Medizinern wird sie korrekt als Inkontinenz bezeichnet: Jene persönlich zutiefst verunsichernde Situation, dass man unfreiwillig Harn verliert.

Inkontinenz ist Symptom oder (vorübergehende) Folge vielfältiger Erkrankungen und Funktionsstörungen, wie zum Beispiel Entzündungen, Harnwegsinfektionen, Prostatavergrößerung, Diabetes, Schlaganfall oder Schädigung des Rückenmarks. Während Männer sehr selten in jüngeren Jahren Blasenschwäche haben, kämpfen Frauen mitunter schon ab dem 30. Lebensjahr damit. Dass sie diesbezüglich tatsächlich zum „schwachen Geschlecht“ zählen, ist anatomisch bedingt. Der Durchmesser des weiblichen Beckens ist größer als beim Mann, auch ein anderes Schließmuskelsystem macht anfälliger für die so häufige Stressinkontinenz – jenen unfreiwilligen Harnverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder Treppensteigen – und für die Dranginkontinenz, dem unwillkürlichen Harnabgang, verbunden mit einem starken Drang. Schwangerschaft und Entbindung können durch die extreme Dehnung der Beckenbodenmuskulatur ebenso eine vorübergehende oder spätere Blasenschwäche verursachen wie hormonelle Veränderungen (etwa nach der Menopause).

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