Blutdruckmessgeräte

Maßarbeit

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Konsument 12/2010 veröffentlicht: 14.11.2010

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  • Ab 40 regelmäßig selber messen
  • Gute Geräte müssen nicht teuer sein
  • Nicht jedes Gerät ist für jeden gleich gut geeignet

Ein permanent zu hoher Blutdruck schadet der Gesundheit. Das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden oder etwa an Nierenschwäche zu erkranken, steigt. Tückisch daran ist, dass man zunächst nicht merkt, wenn man unter Bluthochdruck (Hypertonie) leidet. Man kann ihn nicht hören oder fühlen und häufig bleibt Bluthochdruck über Jahre symptomfrei.

Die Leistungskraft nimmt schleichend ab, gelegentlich auftretende pochende Kopfschmerzen bringen wir selten mit hohem Blutdruck in Zusammenhang. Die Diagnose des Arztes kommt daher häufig erst, wenn die Erkrankung bereits weit fortgeschritten ist.

Nur regelmäßiges Messen gibt Aufschluss

Das müsste nicht so sein. Für Menschen ab 40 sollte das regelmäßige Messen des Blutdrucks so wie das Zähneputzen zur täglichen Routine gehören. Kontinuität ist dabei wichtig, denn gelegentliche Messungen, sei es beim Arzt oder auch zu Hause, sind kaum brauchbar für Rückschlüsse auf unseren Gesundheitszustand.

Je nach Umgebung, Tagesverlauf oder Konstitution verändern sich die Werte. In der Ordination kann uns die eigene Nervosität einen Streich spielen und für erhöhten Blutdruck sorgen.

Wie messe ich richtig?

Die Messung sollte deshalb mehrmals täglich, zu unterschiedlichen Tageszeiten und in Ruhe erfolgen. Am besten ist, Sie setzen sich entspannt hin und warten mehrere Minuten, bis Ihr Kreislauf zur Ruhe gekommen ist. Wenn Sie am Oberarm messen genügt es, den Unterarm auf den Tisch zu legen und die Manschette anzulegen.

Bei Messung am Handgelenk sollte man darauf achten, dass sich die Pulsregion auf Herzhöhe befindet. Sonst kann es zu falschen Messergebnissen kommen. Digitale Messgeräte und insbesondere Handgelenksgeräte können auch aus anderen Gründen ungenau sein und unzuverlässige Werte liefern – insbesondere bei Menschen mit Herzrhythmusstörungen oder steifen Arterien, etwa aufgrund einer Arteriosklerose. Sie sollten sich deshalb von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt bei der Wahl des Blutdruckmessgerätes beraten lassen.

Und noch etwas gilt es zu beachten: Da der Blutdruck an den Armen unterschiedlich sein kann, sollte man beim ersten Mal an beiden Armen messen. Künftig ist dann die Seite mit den höheren Werten maßgeblich.

Testsieger Panasonic vergriffen

Bisweilen sorgen unsere Tests für Versorgungsengpässe. Dieses Mal hat es die Blutdruckmessgeräte getroffen. Aufgrund der hohen Nachfrage nach dem Testsieger Panasonic EW-BW 10 ist das Gerät in Deutschland teilweise vergriffen. Dies hat auch Konsequenzen für uns. Panasonic liefert derzeit nicht nach Österreich. Hierzulande soll das Modell etwa ab Mitte Jänner 2011 wieder erhältlich sein, laut Auskunft des neuen Vertriebspartners, zum Beispiel in  allen Apotheken und Orthopädiegeschäften.
Ihr KONSUMENT-Team

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Kommentare

  • Blutdruckmessgeräte
    von hartmannstefan am 12.01.2011 um 18:37
    Sie meinen ab Mitte Jänner 2011 oder ?
  • Blutdruckmeßgeräte
    von REDAKTION am 29.11.2010 um 15:28

    Die im Test genannten Geräte werden von sehr vielen Bandagisten, Apotheken, Elektrofachgeschäften und Versandhäusern angeboten. Das Angebot variiert jedoch teilweise nach Regionen, weshalb wir die Bezugsquellen nicht explizit nennen können. Am besten, Sie fragen jeweils nach, ob das gewünschte Gerät bestellt werden kann. - Kontaktadressen und Websites für den Vertrieb der jeweiligen Produkte finden Sie im Fußnotenbereich der Testtabelle.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Blutdruckmessgeräte
    von pogi3 am 29.11.2010 um 15:19
    Leider wurden keine Bezugsquellen angegeben, sodaß man die verschiedenen Geräte sehr schwer finden kann. mfg pogi3
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo