Cholesterin: FAQ

Runter mit dem Risiko!

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Konsument 11/2005 veröffentlicht: 17.10.2005

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Wie hoch darf der Cholesterinspiegel sein, und warum sind erhöhte Werte auf Dauer gefährlich? Was können Sie tun, um Ihr persönliches Risiko zu senken? Wir beantworten die am häufigsten gestellten Fragen (FAQ).

Was sind Blutfette?

Es gibt zwei Arten von Blutfetten (Lipiden): Cholesterin und Triglyceride (Neutralfette). Cholesterin ist eine lebensnotwendige Substanz, die sowohl vom menschlichen Organismus selbst produziert als auch durch den Verzehr tierischer Nahrung zugeführt wird. Es erhöht die Stabilität von Zellmembranen und dient als Grundstoff für die Bildung von Gallensäuren und Hormonen. Triglyceride sind energiereiche Verbindungen, die dem Körper als Energiespeicher, aber auch als Druckpolster für innere Organe und als Wärmeschutz dienen.

Stimmt es, dass es verschiedene Arten von Cholesterin gibt?

Ja. Da der Stoff in Wasser und somit auch im Blut nicht löslich ist, muss er für seine Reise durch den Körper in Transportproteine (Eiweißkörper) verpackt werden. Ist der Proteinanteil im Verhältnis zur Cholesterinmenge relativ gering, spricht man von LDL ( l ow d ensity l ipoprotein). Ist der Proteinanteil dagegen hoch, handelt es sich um HDL ( h igh d ensity l ipoprotein).
Befindet sich im Blut ein Zuviel an LDL, salopp auch „böses“ Cholesterin genannt, wird es von Fresszellen (Makrophagen), das sind körpereigene Zellen des Immunsystems, angegriffen. Das frei werdende Cholesterin lagert sich an den Zellwänden der Arterien ab, was zu Arteriosklerose (Adernverkalkung) führt. Auch ein Übermaß an Triglyceriden kann diesen gefährlichen Prozess begünstigen.
HDL, das so genannte „gute“ Cholesterin, transportiert das Cholesterin zur Leber, wo es in Gallensäure umgewandelt und danach in den Dünndarm ausgeschieden wird. Während durch LDL also eine Ablagerung an den Gefäßwänden begünstigt wird, behindert das HDL diesen Prozess.

Warum ist ein ständig erhöhter Blutfettspiegel gefährlich?

Führen Sie mit der Nahrung viel Cholesterin zu, wird die körpereigene Produktion gehemmt – und umgekehrt. Wenn dieser Regelkreis jedoch gestört ist, kann das zu erheblichen Gesundheitsschäden führen. Sind die Arterien durch Ablagerungen (Plaques) verengt, drohen langfristig Herzinfarkt, Hirnschlag und Nierenversagen. Zu hohe Blutfettwerte verursachen übrigens keinerlei Beschwerden. Sie werden nur bei einer Blutuntersuchung erkannt.

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