Darmkrebs-Früherkennung

Darmspiegelung

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Konsument 10/2005 veröffentlicht: 20.09.2005

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Die Untersuchung ist unangenehm, aber wichtig für die Früherkennung von Darmkrebs. Bei 3 von 1000 Untersuchungen gibt es Komplikationen.

Jährlich 5000 Erkrankungen

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in Österreich. Jährlich erkranken hier etwa 5000 Menschen an Darmkrebs, etwa 2500 sterben daran. Die gute Nachricht ist, dass Darmkarzinome relativ langsam wachsen und dass es mit der Darmspiegelung, der „Koloskopie“,  eine Untersuchung gibt, die Krebs und mögliche Vorstufen im Darm mit recht hoher Genauigkeit aufspürt. Grund genug also, dass diese Untersuchung in das Programm der staatlichen Vorsorgeuntersuchungen aufgenommen wurde.

Was passiert bei der Untersuchung?

Damit der Arzt die Darmwand problemlos sehen kann, muss der Dickdarm zuvor sehr gründlich von Speise- und Stuhlresten befreit werden. Die Vorbereitung auf die Koloskopie beginnt daher bereits drei Tage vor der eigentlichen Untersuchung, denn da sollte man mit dem Verzicht auf schwer verdauliche Speisen anfangen. 24 Stunden vor der Untersuchung muss man dann ganz auf Essen verzichten und in weiterer Folge ein starkes Abführmittel zusammen mit drei bis vier Litern Flüssigkeit trinken, bis man nur noch eine klare Flüssigkeit ausscheidet.

Beruhigung gegen den Schmerz

Wirklich entspannt sieht wohl niemand einer Darmspiegelung entgegen. Doch neben dem Geschick und der Erfahrung des untersuchenden Arztes ist einer der wichtigsten Faktoren gegen Schmerzen bei der Untersuchung, dass sich der Patient nicht „einkrampft“. Kurz vor der Untersuchung erhält der Patient daher meist eine Venenkanüle, über die bei Bedarf Beruhigungs- oder Schmerzmittel verabreicht werden können.

Untersuchungsablauf

Die eigentliche Untersuchung beginnt damit, dass der Arzt den Enddarm mit dem Finger abtastet. Dann wird der Darm mit Luft oder Kohlendioxid etwas aufgepumpt. Anschließend wird die Spitze des Koloskops (auch Endoskop genannt) durch den After in den Darm eingeführt und Stück für Stück den gesamten Dickdarm entlang bis zum Blinddarm vorgeschoben. Das Koloskop ist ein biegsamer, etwa fingerdicker Schlauch, an dessen Spitze sich eine Lichtquelle, eine kleine Kamera und verschiedene ausfahrbare Instrumente befinden. Die Spitze des Koloskops lässt sich so steuern, dass jede Falte der Darmwand ausgeleuchtet und inspiziert werden kann. Das Ganze dauert zwischen 20 und 30 Minuten.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo