Darmspiegelung

Aufklärungsbedarf

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KONSUMENT 5/2014 veröffentlicht: 24.04.2014

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Patientenanwaltschaft: Bei einer Darmspiegelung im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung kommt es zu erheblichen Komplikationen mit dauerhaften Folgeschäden. In der Zustimmungserklärung wurde auf mögliche Gefahren hingewiesen. Für eine Abschätzung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses ist das jedoch zu wenig.

Der Fall: Bei einer 78-jährigen Patientin wurde in einem Krankenhaus im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung eine Darmspiegelung (Koloskopie) vorgenommen. Dabei kam es zur Verletzung der Darmwand (Darmperforation). Diese wurde sofort erkannt: Die Untersuchung wurde unterbrochen, ­dennoch musste die Patientin notoperiert werden. Es folgte ein zwölftägiger Krankenhausaufenthalt. Anschließend wurde die ­Patientin zur Nachversorgung in ein anderes Krankenhaus verlegt.

Beschwerden und Schmerzen im Bauch

Seit dem Eingriff leidet die Patientin unter Beschwerden und Schmerzen im Bauchbereich. Hinzu kommen erhebliche finanzielle Nach­teile. Vor der Koloskopie konnte sie ihren Alltag ohne fremde Hilfe bewältigen, das ist nun nicht mehr möglich. Neben den Selbstkosten für die Krankenhausaufenthalte muss die ­Patientin auch die Kosten für eine notwendig gewordene Haushaltshilfe tragen.

Intervention: Die Patientin wendet sich an die Tiroler Patientenvertretung. Sie bemängelt, vor der Koloskopie nicht ausreichend über die – insbesondere bei Frauen in fort­geschrittenem Alter – möglichen Risiken des Eingriffs informiert worden zu sein.

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