Desinfektionsstab

Unnötig

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KONSUMENT 8/2012 veröffentlicht: 25.07.2012

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Das Thema Hygiene hat ganzjährig Saison. Krankheitserregende Bakterien will sich schließlich jeder vom Leib halten.

Desinfektionsstab (Bild: VKI/K. Schreiner) 

Das dachte sich auch Frau K., als sie bei uns anfragte, ob die zurzeit übers Internet um etwa 30 und 45 Euro angebotenen Reise-Desinfektionsstäbe eine nützliche Anschaffung seien. Die Geräte versprechen die Bakterienbeseitigung auf der Computertastatur ebenso wie das Desinfizieren des Sanitärbereiches im Hotelzimmer. Mittels UV-C-Licht soll krank machenden Mikroorganismen der Garaus gemacht werden.

Geräte zum Desinfizieren

Wir haben uns eines dieser Geräte angeschaut. Und ja, es funktioniert technisch gesehen. Aber Sie können sich die Ausgabe sparen. Assoz. Prof. DI Dr. Hans-Peter Hutter, Facharzt für Hygiene und Mikrobiologie vom Institut für Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien, kann dem aktuellen Trend, alles zu desinfizieren, wenig abgewinnen. Für das Säubern der

Desinfektionsstab Verpackung (Bild: VKI/K. Schreiner) 

Computertastatur seien Staubwischen und gelegentliches Verwenden eines sanften Reinigungsmittels ausreichend. Da die Keimübermittlung häufig durch die Hände stattfindet, empfiehlt der Hygieneexperte, darauf zu achten, sich nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht zu greifen. Und wer im Urlaub die WC-Brille im Hotelzimmer mit einem in Seifenwasser getauchten Tuch abwischt, hat bereits wirkungsvoll gereinigt.

Einfache Sauberkeitsmaßnahmen anwenden

Hutter rät vor allem zum bewussten Anwenden von einfachen Sauberkeits­maßnahmen im Alltag: „Übertriebene Angst vor Keimen ist fehl am Platz. Die meisten Bakterien, die uns umgeben, sind ohnedies nicht gefährlich. Zudem ist unser Organismus gut ausgerüstet, um mit ihnen fertigzuwerden. Vom hygienischen Standpunkt her reicht es daher völlig aus, die Hände regelmäßig sowie vor und nach dem Toilettengang mit herkömmlicher Seife und Wasser zu waschen.“

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