Diäten - Trennkost

Annahmen längst widerlegt

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Konsument 5/1999 veröffentlicht: 01.05.1999

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Derzeit ist die Trennkost stark im Gespräch. Was ist davon zu halten?

Um 1930 entwickelt

Die Grundlagen für diese Diät wurden um 1930 entwickelt. Dementsprechend überholt sind die Annahmen, auf denen sie beruht. Der Erfinder propagierte, es sei nicht gesund, eiweiß- und kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel gemeinsam zu verzehren, weil sich die beiden Stoffe bei der Verdauung gegenseitig behindern. Das ist Unsinn und schon längst widerlegt. Viele Lebensmittel enthalten sowohl Eiweiß als auch Kohlenhydrate. Striktes Trennen ist daher gar nicht möglich.

Keine Vorteile

Es hat auch keine Vorteile. Etliche Kohlenhydratlieferanten sind auch wichtige Eiweißquellen, Getreide und Bohnen zum Beispiel. Und beim Trennen geht der Ergänzungswert vieler Eiweißquellen verloren. So ergeben Speisen aus Erdäpfeln mit Ei oder Brot und Käse hochwertiges Eiweiß. Warum dennoch viele Leute darauf schwören, könnte daran liegen, dass man wegen der Verpflichtung zum Trennen genauer darauf achten muss, was und wieviel man isst. Das erleichtert das Abnehmen bestimmt. Positiv ist die Forderung, viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte, aber weniger Fleisch zu essen. Aber dazu braucht man keine Trennkost.

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