Fersensporn

Schlechtes Schuhwerk und falsche Fußbelastung

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Konsument 12/2004 veröffentlicht: 11.11.2004

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Viele Menschen haben ihn, ohne es zu merken. Andere werden beim Gehen von stechenden Schmerzen gequält, bis sie die richtige Behandlung finden.

Wenn der Schmerz in die Ferse schießt

Beim ersten Auftreten am Morgen oder nach dem Sitzen schießt der Schmerz in die Ferse, als hätte man sich einen Nagel eingetreten. Erst nach einigen humpelnden Schritten ist Gehen wieder möglich. Nur kurze Strecken kann man schmerzfrei zurücklegen. Nachts und beim Ruhen schwillt der Schleimbeutel an. Der Schmerz wird zum hartnäckigen Begleiter und schränkt die Aktivitäten ein.

Woher kommt er?

Auslöser ist eine länger dauernde Überbelastung der Sehnen durch zu viel Druck und Zug an der Sehnenplatte der Fußsohle, der Unterseite des Fersenbeins. An den überbeanspruchten Stellen kommt es zu einer chronischen Entzündung des umliegenden Gewebes und in der Folge zu Kalkablagerungen – ein Knochenauswuchs entsteht (Plantarer Fersensporn). Selten ist der Schmerz auch Folge einer rheumatischen Entzündung.

Häufigsten Ursachen

Die häufigsten Ursachen sind schlechtes Schuhwerk und übermäßige oder falsche Fußbelastung, zum Beispiel durch Fehlstellungen wie Knick-Senkfuß. Langes Stehen und Laufen auf harten Böden, Übergewicht, unzureichende Aufwärmphasen beim Sport sowie im Alter das Schrumpfen des Fettpolsters an der Ferse fördern den Fersensporn.

Er kann ein bis zehn Millimeter groß werden. Durch Abtasten kann er diagnostiziert werden, weil Druck auf die Mitte des Fersenbeins Schmerz auslöst. Um andere Krankheiten wie Rheuma oder Tumore auszuschließen, werden meist Röntgenaufnahmen angefertigt.

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Kommentare

  • Fersensporn
    von idietrich am 13.07.2011 um 12:06
    Ich habe alles ausprobiert: verschiedene Einlagen, Ultraschall, Nierensteinzertrümmerung Kortinsoninektionen direkt in die Ferse, alles mögliche aufgelegt, Physiotherapien, Röntgentherapie (zwei mal sechs Bestrahlungen!), zum Schluss Schmerzambulanz der Klinik. Ich habe ernsthaft die Anschaffung eines Rollstuhls erwägt. Die Schmerzabletten wirkten bei geringer Bewegung 6 Stunden, während der Arbeit entsprechend kürzer. Spazierengehen war immer noch nicht möglich, aber immerhin konnte ich die alltägliche Arbeiten wieder halbwegs erledigen. Seit nunmehr 3 Jahren habe ich sie ersetzt durch einen LASER: er wirkt in etwa ebenso lange wie die Tabletten, die ich nun nicht mehr einnehme, und ich kann auch etwas mehr damit gehen. (Kostenpunkt: € 1500 bis 2000).
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