Finanz-Strukturvertrieb

Hartes Brot

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Konsument 2/2001 veröffentlicht: 01.02.2001

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Wenn Frauen exzellente Verdienstchancen, gekoppelt mit einer kostenlosen Ausbildung in der Vermögensberatung, angeboten bekommen, sollten sie doch zugreifen. Oder?

Frauen in der Vermögensberatung – ein Erfolgsmodell?“ Der Titel der Podiumsdiskussion machte mich neugierig, ist doch die Finanzbranche eher von Männern dominiert. Und noch etwas reizte mich: Würde ich vielleicht für diese Tätigkeit geeignet sein? Eingeladen wurden Jungakademikerinnen, die Interesse am Beruf einer Vermögensberaterin auf selbstständiger Basis haben. Treffpunkt war ein Wiener Verein, der sich auf Frauenberatung auf dem Arbeitsmarkt spezialisiert hat.

Frauen: "Vertrauen erweckend" und "konsequent"

Ungefähr zwanzig Interessentinnen lauschten dem Vortrag des Direktors eines Allfinanzkonzerns. Wir erfuhren, dass das Finanzunternehmen in Deutschland gegründet wurde und bereits drei Millionen Kunden hätte. Seit einigen Jahren gibt es eine österreichische Tochter, die noch am Expandieren ist und deshalb Leute für die Vermögensberatung sucht. Gerade Frauen – so der Vortragende – hätten dafür gute Voraussetzungen, weil sie allgemein als „Vertrauen erweckend“ und „konsequent“ gelten. Zwei erfolgreiche Mitarbeiterinnen des Finanzdienstleisters erzählten daraufhin aus ihrem Berufsalltag, beide Mütter und noch in der Ausbildung. Neben den Fachseminaren haben sie auch Zeitmanagement-Techniken vermittelt bekommen, mittlerweile verdienten sie schon „gut“. Spezielle Vorkenntnisse hatten sie nicht. Dies ist im Karriereplan der Firma auch nicht vorgesehen. Dort kommen nur die weiter, die genügend Kunden oder Mitarbeiter akquiriert haben. Beide Damen machten einen zufriedenen Eindruck, auf ihr Finanz-Know-how waren sie sichtlich stolz.

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Bild: VKI