Fluorid in Zahnpasten

Ungesund?

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Konsument 10/2006 veröffentlicht: 12.09.2006, aktualisiert: 21.09.2006

Inhalt

Konsument-Experten beantworten Leserfragen: Bei einem Vortrag habe ich gehört, dass fluoridierte Zahnpasten für Kleinkinder sehr ungesund sein sollen. Stimmt das?

Wirkt gegen Karies

Nein. Fluoridierte Zahnpasten kann und soll Ihr Kind verwenden. Fluorid verbessert die Säureresistenz des Zahnschmelzes und verhindert damit das Herauslösen von Mineralien. Fluor wirkt gegen Karies. Am besten wird Fluor bei direktem Kontakt mit den Zähnen aufgenommen.

Kinderzahnpasten haben weniger Fluorid

Zahnärzte empfehlen deshalb bei Kleinkindern das Zähneputzen ab dem ersten Zahn mit einer Kinderzahnpasta mit 0,05 Prozent Fluoridgehalt. Weil Kleinkinder gerne die Zahnpasta verschlucken, sollte die Menge höchstens erbsengroß sein. Zahnpasten mit Frucht- oder Bonbongeschmack sind ungünstig. Die Zahnpaste sollte einige Zeit im Mund bleiben und dann ausgespuckt werden – vom Nachspülen wird heute abgeraten.

Zwei Mal täglich

Keine Angst, wenn das Kind die Zahnpasta doch verschluckt: Das Kind kann dabei keine Überdosis an Fluorid einnehmen. Ab dem 2. Geburtstag wird empfohlen, dass die Eltern dem Kind die Zähne zweimal täglich mit Kinderzahnpasta putzen. Schulkinder zwischen acht und zehn können dann zu Erwachsenen-Fluorid-Zahnpasta wechseln.

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Bild: VKI