Fuß- und Nagelpilz: Rezeptfreie Mittel

Schwammerln in Anmarsch

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Konsument 11/2008 veröffentlicht: 15.10.2008

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  • Die meisten rezeptpflichtigen Präparate sind geeignet
  • In öffentlichen Duschen, Saunen und im Hotel nie barfuß gehen
  • Eine medikamentöse Behandlung ist unverzichtbar

 

Pilze sind weit verbreitet

Fußpilz ist fast so häufig wie Schnupfen, beinahe jeder Dritte infiziert sich irgendwann mit dem lästigen Erreger Tinea Pedis. Der Grund dafür liegt in der weiten Verbreitung des Schmarotzers. Haut und Schleimhäute jedes Menschen sind davon besiedelt. Da sich unsere Haut ständig erneuert, hinterlassen wir überall winzige Hautpartikel, auf denen sich Pilzsporen befinden, und sorgen so für deren weitere Verbreitung. Normalerweise wird der Organismus dank des Säureschutzmantels der Haut mit den Erregern spielend fertig. Ist der Abwehrschild jedoch geschwächt und die Haut dazu aufgeweicht, hat Tinea Pedis leichtes Spiel.

Pilzbrutstätte Schwimmbad

Das Risiko, sich einen Fußpilz einzufangen, steigt mit häufigem Wasserkontakt. In Japan wird der Keim deshalb treffend „Mizumushi“ genannt, was soviel bedeutet wie „Wasser-Wurm“. Hintergrund ist, dass sich früher vor allem Reisbauern infizierten und man einen Wurm hinter der Erkrankung vermutete. Hierzulande sind Schwimmbäder, Saunen und öffentliche Duschen Hauptinfektionsquellen.

Pilze sind sehr widerstandfähig und können in warmem Wasser mehrere Tage überleben. Besonders hochgradig kontaminierte Bereiche sind Duschbecken mit knöcheltiefem Wasser, wie man sie auf dem Weg ins Schwimmbassin oft passieren muss. Erhebliches Gefahrenpotenzial bergen paradoxerweise Desinfektionsduschen für die Füße, wie man sie häufig in öffentlichen Bädern findet. In den Wasserpfützen, die sich davor ansammeln, werden zum einen extrem hohe Pilzkonzentrationen gemessen, zum anderen ist die Haut durch die in den Desinfektionsduschen eingesetzten Chemikalien gereizt und damit empfindlicher.

Leichtes Jucken

Eine Erkrankung macht sich zunächst durch leichtes Jucken zwischen den Zehen bemerkbar. Im weiteren Verlauf brennt, nässt und schuppt die Haut und kann einreißen. Doch ein Befall muss sich keineswegs auf die Füße beschränken. Kreisförmige Hautveränderungen auf Armen oder Rücken sind Indizien für eine Pilzerkrankung (Mykose). Ebenfalls gefährdet sind die Fußnägel, die sich dann bräunlich-gelb verfärben. Bei Babys treten relativ häufig sogenannte Windeldermatitiden auf, die in der Regel durch Hefepilze ausgelöst werden. Die Ursache liegt meist darin, dass die Windeln nicht häufig genug gewechselt werden.

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Kommentare

  • Vorsichtsmaßnahmen gegen Fußpilz
    von rudolf setzer am 23.11.2012 um 07:43
    Nach dem Abtrocknen mit dem Handtuch oder anstelle des Handtuchs die Füße, die Zehen und insbesonders zwischen den Zehen die Haut mit einen Haarföhn abtrocknen. Mir perönlich hat die Methode sehr geholfen. Mit freundlichen Grüßen Rudolf Setzer
Bild: VKI