Gefährliche Medikamente: Aristolochiasäure in TCM

Warnung: Xiao Qin Long Wan, Chuan Xiong Cha Tiao Wan, Bai Tou Weng Wan

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Konsument 4/2008 veröffentlicht: 25.03.2008, aktualisiert: 01.04.2008

Inhalt

In unserer Rubrik "Gefährliche Medikamente" informieren wir über problematische Arzneimittel. Diesmal über nicht deklarierte Aristolochiasäure in TCM-Präparaten.

Im Internet werden nach wie vor diverse Präparate aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gehandelt, die nicht deklarierte Aristolochiasäure enthalten. Die Produkte werden unter den Bezeichnungen Xiao Qin Long Wan, Chuan Xiong Cha Tiao Wan, Bai Tou Weng Wan und Xie Gan Wan vertrieben und sollen gegen verschiedenste Erkrankungen wirksam sein.

Geringe Mengen krebserregend

Wer derartige Präparate einnimmt oder TCM-Mittel, die laut Gebrauchsinformation Aristolochiasäure (Mu tong) enthalten, sollte die Anwendung sofort beenden und sich von einem Arzt untersuchen lassen. In Österreich ist Aristolochiasäure in Medikamenten seit 1981 verboten (in Kosmetika seit 1989). Die Substanz ist bereits in geringen Mengen krebserregend und kann schwere Nierenschäden auslösen.

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Bild: VKI