Gesäßinjektionen

Nichts für den Po

Seite 1 von 1

Konsument 5/2006 veröffentlicht: 25.04.2006, aktualisiert: 27.04.2006

Inhalt

Aktuelle irische Studie.

In den Po applizierte Medikamente oft wirkungslos

Medikamente sollten insbesondere bei fettleibigen Personen nicht mehr in das Gesäß injiziert werden. Eine aktuelle irische Studie an 50 Patienten belegt, dass in den Po applizierte Medikamente nicht im Muskel-, sondern größtenteils im Fettgewebe landen und deshalb nicht in die Blutbahn aufgenommen werden. Dabei zeigte sich ein deutlicher geschlechtsspezifischer Unterschied. Während die Erfolgsrate bei Männern noch 56 Prozent erreichte, lag sie bei Frauen nur bei 8 Prozent. Dies ist plausibel, da Frauen im Gesäßbereich von Natur aus über eine größere Menge an Fettgewebe verfügen.

Geringere Verletzungsgefahr

Prinzipiell eignet sich die Gesäßmuskulatur sehr gut für die Injektion von Medikamenten oder Impfstoffen. Denn hier befinden sich wenige große Blutgefäße, Nerven oder Knochen, die durch die Injektionsnadel verletzt werden könnten. Verbleibt das Medikament allerdings im Fettgewebe, ist es nicht nur wirkungslos, es kann auch zu lokalen Infektionen kommen.

Inhalt

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo