Gesund leben

Knieschmerzen

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Konsument 4/2001 veröffentlicht: 01.04.2001

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Sie sind der Preis für Aktivität: Um 50 spürt jeder Zweite die Abnutzung der Knie, und ab 70 leidet nahezu jeder an der Gonarthrose.

Knie als Stoßdämfer

Das Kniegelenk wird durch Bänder und Sehnen gehalten. Knorpel umfassen schützend die Knochen, damit sie reibungslos aufeinander gleiten können, und fangen gemeinsam mit der Gelenkinnenhaut Druck und heftige Stöße ab. Gleich Stoßdämpfern im Auto aber nehmen sie zu viel Druck oder zu heftige Bewegungen übel: Beim Auto hört man dann Metall auf Metall reiben, im Knie kann es – insbesondere beim Treppensteigen – knirschen und knacken.

Verschleißerscheinungen

Das Knorpelgewebe wird rau, fasert und verkümmert, das Gelenk kann nicht mehr problemlos bewegt werden, man spürt schmerzlich, wie Knochen an Knochen reibt. Nach Ruhepausen ist das Knie steif. Bewegt man sich, lässt der Schmerz allmählich nach. Manchmal entzündet sich das Kniegelenk und schwillt an. Meist hat eine schlecht verheilte alte Verletzung oder Falsch- beziehungsweise Überbeanspruchung zu der Verschleißerscheinung geführt. Häufig betroffen sind Menschen, die in ihrem Beruf viel knien müssen, wie Putzfrauen, Fliesenleger, Steinmetz, Dachdecker, Bergleute oder Sportler, die ihre Knie überanstrengen, wie Fußballer oder Gewichtheber.

Viele Ursachen für Knieschmerzen

Die Ursachen für Knieschmerz können aber auch anderswo im Körper liegen, bei Zehen, Füßen, Hüfte oder Rückgrat: Fehlstellungen, Fehlhaltung oder falscher Gang können das Kniegelenk einseitig belasten und Schmerz erzeugen. Krankheiten wie Gicht, Rheuma, Polyarthritis, bakterielle Infektionen oder Sportverletzungen können natürlich auch zu Knieschmerzen führen. Knieschmerzen bei Jugendlichen entstehen durch die extreme Dehnung der Sehnen des Unterschenkels bei raschem Wachstum.

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