Gesundenuntersuchung

BERATUNG groß geschrieben

Seite 1 von 6

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 4/2006 veröffentlicht: 27.03.2006

Inhalt

  • Vorsorge Neu ab 18 Jahren
  • Test zu Seh- und Hörschwäche
  • Beratung zu Nikotin- und Alkoholabhängigkeit

Früherkennung durch Vorsorgeuntersuchung 

Gut zwei Drittel aller Todesfälle in Österreich haben Krebs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Ursache. Bei frühzeitiger Diagnose und entsprechender Therapie hätte sich die Lebenserwartung vieler Betroffener deutlich erhöhen können. Schlüssel zu einer lebensverlängernden Prävention ist die 1974 eingeführte Vorsorgeuntersuchung, die Krankheitsbilder meist in einem frühen Stadium erkennen lässt.

Angebot wird zuwenig in Anspruch genommen

Zwar steigt der Anteil derjenigen, die zur Vorsorge gehen, kontinuierlich an, dennoch wird das kostenlose Angebot immer noch zu wenig genutzt. Im Jahr 2004 – neuere Zahlen lagen bei Redaktionsschluss nicht vor – machten 813.782 Personen in Österreich von der Vorsorgeuntersuchung Gebrauch. Das sind nicht einmal 15 Prozent aller Berechtigten. Mehr Vorsorgemuffel zur Teilnahme zu bewegen ist deshalb ein wesentliches Ziel der seit Anfang dieses Jahres landesweit offerierten Vorsorge Neu.

Recht auf Vorsorge

Grundsätzlich steht der Gesundheits-Check allen in Österreich lebenden Personen ab dem 18. Lebensjahr einmal jährlich zu. Er ist als Angebot zu verstehen. Ist ein Teilnehmer mit einzelnen Untersuchungen nicht einverstanden, kann er sie ablehnen. Neben der Früherkennung von Krankheiten spielen Aufklärung und Beratung über gesundheitliche Risiken eine zentrale Rolle.

Empfehlungen des Arztes

Auf Basis medizinischer Werte wie Blutdruck, Cholesterinspiegel oder Body Mass Index sollte der Arzt Empfehlungen zu gesundheitsfördernden Veränderungen des Lebensstils abgeben. Im Vordergrund steht die Aufklärung, wie gesunde Ernährung und richtige Bewegung zur Reduktion von Übergewicht, zur Vermeidung von Bluthochdruck und Störungen des Fettstoffwechsels sowie zur Vorbeugung von Diabetes beitragen können. Auch Alarmzeichen des Körpers bei Arzneimittelmissbrauch, Alkohol- oder Nikotinkonsum sollten diskutiert und die sich daraus ergebenden Konsequenzen verdeutlicht werden.

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Weiterlesen
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo