Gleitsichtbrillen

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KONSUMENT 2/2014 veröffentlicht: 30.01.2014, aktualisiert: 27.02.2014

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Wenn die Sehkraft schwindet, entscheiden sich viele für eine Gleitsichtbrille. Doch nicht alle kommen damit auch zurecht.

Als sich die Probleme bei der morgendlichen Zeitungslektüre häufen, sucht Frau H. einen Augenarzt auf. Bei der Untersuchung stellt sich heraus, dass die Sehkraft sowohl im Nah- als auch im Fernbereich beeinträchtigt ist. Martina H.s Sehprobleme sind typisch.

Elastizität der ­Augenlinse nimmt ab

Ab einem gewissen Alter tritt zunehmend Presbyopie (Altersweitsichtigkeit) auf. Grund dafür ist, dass die Elastizität der ­Augenlinse abnimmt. Das Auge kann sich auf unterschiedliche Entfernungen zunehmend schlechter einstellen, das sogenannte Akkommodationsvermögen sinkt. In diesem Stadium würde auch eine Lesebrille genügen, um die optischen Defizite auszugleichen.

Wechsel zwischen den Brillen

Die Lesebrille funktioniert jedoch nur für den Nahbereich. Das hat den Nachteil, dass sie ständig auf- und abgesetzt werden muss. Besonders lästig wird es, wenn bereits eine Fehlsichtigkeit besteht und nun zwischen zwei Brillen gewechselt werden muss. Da das Akkommodationsvermögen im Laufe der Zeit weiter abnimmt, bekommen viele bald auch im Zwischen- und im Fernbereich Sehprobleme.

Gleitsicht für Nah- und Fernbereich

Anstatt eine weitere Brille anfertigen zu ­lassen, ist häufig eine sogenannte Gleit­sichtbrille das Mittel der Wahl. Damit sieht man in jeder Entfernung scharf. Der obere Brillen­bereich ist für Ferndistanzen aus­gelegt, ­darunter folgt der Zwischenbereich, das ­unterste Drittel stellt im Nahbereich scharf, etwa fürs Lesen.

Je früher man damit ­beginnt, eine Gleitsichtbrille zu tragen (ab einer Dioptrie), desto rascher gewöhnen sich die Augen an diese Abstufungen. Schwieriger ist, sich anzugewöhnen, immer möglichst gerade durch die Brille zu schauen. Fällt der Blick schräg durchs Glas, sieht man nämlich aufgrund der Brechungseigenschaften der Gläser nur unscharf.

Ganzen Kopf in Blickrichtung drehen

Dies bedingt, dass immer der ganze Kopf in Blickrichtung gedreht werden muss. Im Nahbereich hin­gegen – beispielsweise beim Lesen – sieht man nur dann scharf, wenn man schräg nach unten durch die Gläser schaut.


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Kommentare

  • Gleitsichtbrille Gewöhnung
    von schebach am 27.02.2014 um 12:43
    Wie mein Optiker und Augenarzt mich schon "vorgewarnt" hatten, hatte ich anfangs große Probleme. Ich dachte zuerst schon, dass ich falsche Gläser hätte und ließ das nocheinmal beim Optiker kontrollieren. Es war alles richtig. Ich gab den Gläsern und mir dann noch eine Chance. Als ich bewußt den Kopf mehr bewegte, gewöhnte mich bald daran. Es hat den Vorteil, dass ich seitdem auch mit meiner lädierten Halswirbelsäule durch das viele Kopfsenken und -drehen keine Probleme mehr habe. Das Tragen von Gleitsichtbrille ist für mich verbunden mit HWS-Gymnastik. Nach eineinhalb bis zwei Monaten hatte ich keine Schwierigkeit mehr.
  • Erfahrung mit Gleitsichtbrille
    von Dagmar Hasenhündl am 06.02.2014 um 16:03
    Mein Mann und ich haben Ende letzten Jahres je eine Gleitsichtbrille "verordnet" bekommen nach 4 Wochen hat mein Mann sie zurück gegeben und sich für 2 Brillen (1 Nah-, 1 Fernbrille) entschieden. Ich folgte dann Anfang Jänner, nach 2-monatigen Probetragen. Ich kam nicht zurecht, hatte schlechter gesehen als ohne Gleitsichtbrille. Fielmann akzeptierte in beiden Fällen die Rückgabe der Gleitsichtbrillen. Nun sind wir glücklich über unsere Entscheidung, 2 Brillen zu verwenden. LG Dagmar und Josef Hasenhündl
Bild: VKI