Haarfärbemittel von Schwarzkopf im Kurztest

Reichlich Chemie

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veröffentlicht: 15.09.2009

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Reichlich Chemie

Mit mehr Natürlichkeit wird das Haarfärbemittel essential color naturbasiert von Schwarzkopf beworben. Wir wollten wissen, wie weit es mit der Natur in diesem Produkt wirklich her ist.

Nicht überzeugend Bild: STIWA

Naturbasierte Inhaltsstoffe wie Litschi und weißer Tee sowie 0 Prozent Ammoniak – damit wird das neue Haarfärbemittel essential color naturbasiert 220 Dunkelblond von Schwarzkopf beworben. Es ist in Österreich um etwa 8,99 Euro erhältlich. Die Kollegen unserer deutschen Schwesterorganisation Stiftung Warentest haben das Haarfärbemittel einem Schnelltest unterzogen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Obwohl mit naturbasierten Inhaltsstoffen geworben wird, ist wie bei konventionellen Farben ordentlich Chemie im Spiel. Wasserstoffperoxid und Farbvorstoffe kommen zum Einsatz, was für die Haare fürwahr keine natürliche Wohltat ist. Zudem enttäuschte das Farbergebnis.

Grünschimmer irritiert

Doch von vorne: Im Praxistest wendeten 20 Probandinnen die Haarfarbe an. Zunächst bewährte sich das Produkt: Die Farbcreme verursachte kein unangenehmes Kribbeln auf der Kopfhaut und roch sogar angenehm. Auch die Kopfhaut färbte nicht an. Dann die Enttäuschung: Bei 14 Probandinnen fiel das Dunkelblond dunkler aus als auf der Verpackung versprochen. Noch dazu entstand bei vier Frauen ein störender Grünton.

Keine Neuerung

Wie bei konventionellen Farben wird auch bei Schwarzkopf essential color naturbasiert auf Allergierisiken verwiesen. Und dass Haarfarben heute schon ohne Ammoniak auskommen, ist wirklich nichts Neues mehr.

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