Haarfarben

Schön günstig

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KONSUMENT 9/2013 veröffentlicht: 29.08.2013

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Drogerie- und Supermärkte bieten gute Haarfärbemittel, die zudem nicht viel kosten.

Sich beim Friseur die Haare färben zu lassen, kann ganz schön ins Geld gehen. Schnell ist man zwischen 50 und 100 Euro los. Viele ­greifen deshalb lieber auf das reichhaltige Kolorationen-Sortiment im Drogeriemarkt oder Supermarkt zurück und färben selbst. Doch wie zuverlässig sind die Produkte? ­Decken sie das Grau tatsächlich gut ab und wie ist es danach um die Haarpracht bestellt?

Gute Farben um wenig Geld

Der Test der Stiftung Warentest zeigt: Es gibt eine Reihe guter Haarfarben und der Preis ist – wie so oft im Kosmetikbereich – nicht unbedingt ein Qualitätskriterium. Gut und günstig ist unsere Nummer 2, Garnier Color Intense (4,95 Euro), nur knapp geschlagen vom T­estsieger L’Oréal Paris Excellence Creme (9,90 Euro) mit dem besten Färbergebnis. Nur diese beiden Produkte überzeugten durch wirklich gute Farbgenauigkeit im Vergleich mit der Farbskala auf der Verpackung. Bei Syoss Professional Performance und Schwarzkopf Brillance reicht es nur zu einem durchschnittlichen Ergebnis. Syoss musste beim Färbe­ergebnis Abstriche in Kauf nehmen. Beim Farberhalt und beim Haarzustand nach dem Färben zeigten beide Produkte Schwächen. Auch die Anwendung – bei Produkten für den Hausgebrauch besonders wichtig – ließ etwas zu wünschen übrig.

Koloration gut – Farbskala na ja!

Beim Test hielten 140 Personen ihre Köpfe hin. Untersucht wurde die Haarfarbe Dunkelbraun, und zwar Produkte der Klasse 3. Dabei handelt es sich um permanente Haarfarben, die laut Anbieter nicht auswaschbar sind und sich im Lauf der Zeit herauswachsen. Zu erwarten wäre, dass die Kolorationen graue Haare gut abdecken und die auf der Ver­packung aufgedruckte Farbskala einhalten – und dabei spießt es sich. Das Grau im Schopf bringen zwar alle getesteten Farben zum Verschwinden, bei der Farbgenauigkeit ­bleiben jedoch Wünsche offen. Häufig ist der Ton ein wenig dunkler als versprochen, zum Teil sogar deutlich dunkler, Richtung Schwarz. Besonders Syoss fällt hier negativ auf. Bei Schwarzkopf Brillance fiel negativ ins Gewicht, dass die Metalltube im Test in mehreren Fällen aufplatzte und sich die Farb­partikel nicht alle auflösten.

Problem Lichtbeständigkeit

Vier Wochen sollte die Farbe in jedem Fall halten. Im Test war es um die Haarpracht zu diesem Zeitpunkt tatsächlich noch über­wiegend gut bestellt. Danach tritt das ursprüngliche Grau allerdings zunehmend am Haaransatz zutage. Die Farbpigmente verblassen zudem besonders stark bei Sonne. Das gilt für natürliche wie für künstliche Haarfarben und bestätigte sich auch im Test. Zusätz­liche Laborprüfungen an Naturhaarsträhnen zeigten: Was die Licht­beständigkeit angeht, haben die Hersteller noch Entwicklungsarbeit vor sich.


Lesen Sie auch folgende Artikel zum Thema Haarfarben: Haarfarben 8/2009, Haarfarben 1/2006Wimpern und Augenbrauen 12/2009, Strähnchenhaarfarben 8/2007.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
L´Oréal Paris Excellence Creme, Garnier Color Intense, L´Oréal Paris Sublime Mousse, Schwarzkopf Perfect Mousse, Schwarzkopf Sensual Colors, Syoss Professional Performance, Schwarzkopf Brillance

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