Heilpraktiker-Ausbildung

Inserate offerieren

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Konsument 9/2000 veröffentlicht: 01.09.2000

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In Österreich ist der Heilberuf den Ärzten vorbehalten. Wer sich dennoch zum Heilpraktiker ausbilden lässt, verliert viel Geld.

Frau Koller hatte ihren faden Bürojob gründlich satt. Sie träumte von einer interessanteren Tätigkeit. Ärztin, das wäre ihr Traumberuf gewesen. Leider war aus finanziellen Gründen ein Studium nicht möglich gewesen.

Ein Inserat weckt Hoffnungen. Eine „Paracelsus“-Schule offerierte eine Ausbildung zum Naturpraktiker. Das für Frau Koller Angenehme daran: Der mehrjährige Lehrgang war auch neben einer Berufstätigkeit möglich. Der Unterricht sollte abends und an Wochenenden stattfinden. Tolle Perspektiven wurden geschildert: Mit natürlichen Methoden könne der Naturpraktiker Leidende kurieren, die an der Schulmedizin gescheitert waren.

Ungenau informiert. Zwar wurde nebenbei erwähnt, dass der Beruf des Heilpraktikers in Österreich nicht zugelassen sei. Kein Problem: Als so genannter Naturpraktiker könne man nahezu alle Tätigkeiten eines Heilpraktikers auch in Österreich völlig legal ausüben. Und bald, so war zwischen den Zeilen zu lesen, würde diese lästige Einschränkung fallen. Eine Aussicht, die Frau Koller überzeugte. Im September 1999 schloss sie einen Ausbildungsvertrag ab und bezahlte 80.000 Schilling.

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