Hilfsmittel gegen Schnarchen

Schlaflos im Sägewerk

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Konsument 3/2004 veröffentlicht: 19.02.2004, aktualisiert: 25.02.2004

Inhalt

  • Bei keinem Mittel seriös belegte Wirkungen festgestellt
  • Nicht jedes Schnarchen ist harmlos - Schlafapnoe ist gefährlich

Schnarchen ist lästig. Wenn auch die Schnarchenden selbst ihre Lärmentwicklung meist in aller Ruhe verschlafen, so haben doch die Partner, ja manchmal sogar Nachbarn, ihre liebe (Schlaf-)Not. Die Ursachen des Schnarchens sind vielfältig und reichen von Zahn- und Kieferfehlstellungen, Erschlaffen des Mund- und Rachenraumes, Übergewicht, zunehmendem Lebensalter und Alkoholgenuss bis zu dringend behandlungsbedürftigen Störungen wie dem nächtlichen Aussetzen des Atems, der Schlafapnoe (siehe "Wenn Schnarchen lebensgefährlich ist").

Eine bunte Vielfalt wird angeboten …

Verblüffend vielfältig sind jene Mittelchen, die den „sägenden“ Störenfried ruhig stellen sollen. Untersucht wurde das Angebot an Produkten zur Selbstbehandlung. Ergebnis: Sie haben teilweise recht stolze Preise, ihre Wirkung ist jedoch häufig nicht erwiesen oder hält mit den vollmundigen Versprechungen der Hersteller nicht Schritt.

Pölster gegen Rückenlage

Angepriesen werden etwa Pölster, welche die Rückenlage verhindern sollen, oder Messgeräte, die beim Ertönen von Schnarchgeräuschen oder bei Rückenlage elektrische Impulse aussenden, die zu einer Lageänderung animieren sollen. Kinnbinden sollen das Schlafen mit offenem Mund verhindern, Nasenspreizer die Nase freihalten, Sprays, Tropfen oder Gurgellösungen Mund und Rachenraum feuchthalten und so die störende Geräuschentwicklung unterbinden.

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Kommentare

  • Schnarchen und Schlafapnoe
    von hoza am 03.02.2014 um 16:28
    Sehr lautes und unregelmäßiges Schnarchen kann ein Hinweis auf Schlafapnoe(Atemstillstand im Schlaf) sein. Die bekanntesten Symptome sind starke Tagesmüdigkeit und Sekundenschlaf. Wenig bekannt ist die ambulante Diagnose der Schlafapnoe, wo man mit einm kleinen Gerät zu Hause im eigenen Bett schlafen kann. Am nächsten Tag wird die Nacht beim Facharzt ausgewertet. Damit kann die lange Wartezeit im Schlaflabor umgangen werden. Bei positiver Diagnose ist jedoch das Schlaflabor für die Verordnung eines Beatmungsgerätes mit Maske verantwortlich. Bei schwerer Schlafapnoe wird jedoch - da Gefahr im Verzug - die Wartezeit verkürzt. Die Anpassung der "Schlafmaske" ist sehr wichtig und kann über die Akzeptanz der Therapie entscheiden. Hier wird je nach Bundesland der Ablauf der Maskenanpassung unterschiedlich geregelt. Unsere Selbsthilfegruppe ist derzeit noch nicht in allen Bundesländern tätig, jedoch gibt es Hinweise zu Diagnostik und Therapie auf unserer Homepage Josef Hoza Obmann Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Österreich
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