Hörgeräteakustiker im Test

Gut gebrüllt, Löwe!

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Konsument 7/2009 veröffentlicht: 26.06.2009

Inhalt

  • Handelskette schneidet im Test besser ab als Fachgeschäfte
  • Positive Testergebnisse zu Beratung sowie Anpassung der Geräte
  • Angebotene Zusatzausstattung ist in einigen Fällen unnötig
  • Seit acht Jahren trägt Peter Wagner ein Hörgerät und nach einer anfänglichen Gewöhnungsphase kommt der 64-Jährige inzwischen ganz gut damit zurecht. Dass er schlechter hört, wollte der Pensionist zunächst gar nicht wahrhaben: „Als mich meine Frau und meine Kinder zum ersten Mal darauf angesprochen haben, habe ich gelacht. Schließlich bin ich doch zum Arzt gegangen.“

    So wie Peter Wagner geht es vielen, wenn das Gehör nachlässt: Der Verdrängung folgt die späte Ernüchterung nach dem Hörtest. Die Ursachen für das Nachlassen des Hörvermögens sind vielfältig. Meistens stecken Lärmbelastung und mit zunehmendem Alter Funktionsstörungen des Innenohrs dahinter. Aber auch Infektionen wie Herpes, Mumps oder Masern sowie Nebenwirkungen von bestimmten Medikamenten oder eine genetische Veranlagung können zu Schwerhörigkeit führen.

    65.000 Hörsysteme pro Jahr

    Schätzungen zufolge sind mehr als 1,6 Millionen Österreicherinnen und Österreicher betroffen, darunter zunehmend auch junge Menschen. Jedes Jahr gehen hierzulande rund 65.000 Hörsysteme über die Ladentische. Die Auswahl ist groß und die verschiedenen Modelle unterscheiden sich deutlich in der Ausstattung wie im Preis. Als Normalbürger ist man schlicht überfordert, wenn es um die Wahl des richtigen Gerätes geht. Eine gute Beratung durch den Hörgeräteakustiker ist deshalb genauso wichtig wie die optimale technische Anpassung des Gerätes.

    Wann die Krankenkasse zahlt

    Ebenfalls nicht unerheblich ist die finanzielle Seite. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für bestimmte, sehr teure Geräte nämlich nur unter bestimmten Voraussetzungen. Diese sind im Gesamtvertrag zwischen dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger und der Bundesinnung der Hörgeräteakustiker festgeschrieben. In der Regel findet der Patient mit einem von der Kasse voll finanzierten sogenannten Tarifgerät (Standardgerät) das Auslangen. Tarifgeräte sind technisch hochwertig (für die Versorgung beider Ohren bezahlt die Krankenkasse 1.533,60 Euro an den Akustiker) und genügen den Ansprüchen eines normalen Alltages in der Regel. Jeder Akustiker ist verpflichtet, mindestens ein derartiges Gerät im Angebot zu haben.

    In der Tabelle finden Sie:

    Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
    Hartlauer, Hansaton, Audiophon, Hörgeräte Pachmann, Neuroth, Hörgeräte Seifert

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    19 Stimmen

    Kommentare

    • Kosten
      von HeinrichUnger am 06.11.2014 um 08:29
      Also ich habe Hörgeräte samt Zubehör 2002, und 2007 bekommen und zwar gesamt bezahlt. Jetzt 2013 wurde die gesamte Bezahlung abgelehnt, bzw. eben auf die 3800,- Euro eingeschränkt. Da ich aber ohne Zusatzgeräte, die die GKK als Luxus einstuft nicht telefonieren kann, bleibt es bei den alten bis sie kaputt sind. Dann allerdings wird es halt vermutlich keinen Job mehr geben (gibt es noch Jobs ohne telefonieren zu müssen). Als Luxus wird z.b. eine Verbindung von Hörgerät zu Computer eingestuft, in Zeiten von Skype und Videokonferenzen ein ziemliches ÄtschiBätsch. Außerdem stellt die GKK bzw. PVA absichtlich keinen Bescheid aus (das wird auch zugegeben), weil man gegen diesen berufen könnte. Die Standardgeräte mögen reichen, aber nur für gering fügig bezahlte Jobs. Es gibt also Leute die verlieren Ihren Job aufgrund der schlechten GKK Versorgung. Das lustige ökonomische Resultat daran - die Standardgeräte muss die PVA/GKK dann doch bezahlen, nur bekommt sie halt dann viel weniger Beitrag, oder eben gar keinen.
    • von Jaklitsch1 am 15.10.2009 um 19:08
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