Induktionsherde

Gesundheitliche Aspekte

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Konsument 7/2008 veröffentlicht: 23.06.2008

Inhalt

In einem Schwangerschaftsratgeber las ich, dass man auf einen Induktionsherd verzichten soll. Da ich schwanger bin, interessiert mich Ihre Meinung dazu.

Rat zur gewissen Vorsicht

Induktionsherde nutzen die durch magnetische Wechselfelder in leitfähigen Materialien induzierten Wechselströme zur Erhitzung. Konstruktionsbedingt ist es bei einem solchen Herd nicht zu vermeiden, dass Magnetfelder auch auf die Umgebung und die dort befindlichen Personen wirken. Da auch der menschliche Körper im obigen Sinn zu den „leitfähigen Materialien“ gehört, werden im Körperinneren durch diese Magnetfelder Ströme induziert. Es gibt einige Studien zur Beeinflussung von Herzschrittmachern durch Induktionsherde. In diesen konnte gezeigt werden, dass die maximale Entfernung, in der noch eine Störung auftreten kann, 34 cm beträgt. Daher wird ein Sicherheitsabstand von 50 cm empfohlen. Obwohl es derzeit keine wissenschaftlichen Daten gibt, die auf eine Schädigung von ungeborenen Kindern hinweisen, würden wir zu einer gewissen Vorsicht raten. Versuchen Sie einen möglichst großen Abstand zum Herd einzuhalten. Wenn Sie die hinteren Herdplatten verwenden, bringt dies schon rund 30 cm mehr Abstand. Vermeiden Sie es, Gerichte zu kochen, die Ihre ständige Anwesenheit über eine lange Zeit direkt am Herd verlangen. Verwenden Sie beim Aufwärmen eher eine niedere Stufe auf etwas längere Zeit als eine hohe Stufe.

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