Kontaktlinsen anpassen

Damit nichts ins Auge geht

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Konsument 7/2010 veröffentlicht: 22.06.2010

Inhalt

  • Patienten haben ein Recht auf die Kontaktlinsenparameter
  • Anpassung nur mit Probelinsen zuverlässig
  • Kontrolltermine beim Augenarzt einhalten

Kontaktlinsen sind für viele Menschen mit einer Sehschwäche nicht mehr aus dem täglichen Leben wegzudenken. Dreiein­halb Jahrhunderte nachdem der französi­sche Naturwissenschaftler und Philosoph René Descartes die Idee hatte, eine direkt auf dem Augapfel zu tragende optische  Linse herzustellen, haben die Sehhilfen der Brille den Rang abgelaufen.

Kontaktlinsen haben den Vorteil, dass sie das Gesichtsfeld nicht einengen und etwa für sportliche Betätigungen besser geeignet sind. Inzwi­schen sind zahlreiche Kontaktlinsensysteme auf dem Markt, die unterschiedlichste Be­dürfnisse abdecken.

Doch egal ob harte, weiche, Tages­, Monats­ oder Jahreslinsen – damit die Sehhilfen ihren Zweck erfüllen, müssen sie exakt angepasst werden, beim Augenarzt, im Kontaktlinsen­-Fachinstitut oder beim Augenoptiker.

Häufig erwerben die Kunden ihre Linsen auch dort, wo die Anpassung erfolgt. Vor allem Ärzten eröffnet dies ein willkomme­nes Zusatzgeschäft, denn mit dem Linsen­verkauf lässt sich gutes Geld verdienen. Seit einiger Zeit erwächst ihnen dabei jedoch vor allem durch das Internet Konkurrenz.

Linsenkauf im Internet

Die Linsen aus dem Internet sind bis zu  50 Prozent günstiger, bei gleicher Qualität, wie einige von uns kontaktierte Hersteller bestätigen. Voraussetzung ist allerdings, dass man an einen seriösen Händler gerät, der keine gefälschten oder fehlerhaften Produkte anbietet.

Damit man sich seine Linsen selbst besor­gen kann,  benötigt man jedoch die Para­meter, die bei der Kontaktlinsenanpassung erhoben wurden. Juristisch ist die Sache eindeutig. Laut Patientencharta (Artikel 19 und 22) hat der Patient ein Einsichtsrecht in die ärztliche Dokumentation, auf Wunsch muss ihm gegen angemessenen Kosten­ersatz (Kopierkosten) eine Abschrift zur Verfügung gestellt werden.

Der Arzt ist also verpflichtet, dem Patienten die erhobenen Daten auf dessen Wunsch hin auszufolgen, zumal es sich um eine privat zu zahlende ärztliche Leistung handelt. Nur im Fall einer medi zinischen Indikation werden die Kos­ten von den Krankenkassen übernommen. Aus  Reklamationen unserer Leserinnen und  Leser wissen wir jedoch, dass Ärzte immer wieder die Herausgabe der Daten ablehnen.

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Kommentare

  • Internet-Anbieter
    von Maggiflaschl am 23.07.2010 um 15:52
    Hallo, mich würde interessieren, woran ich erkenne, dass ein Internet-Anbieter für Kontaktlinsen seriös ist. Gibt es vielleicht sogar eine Liste?
  • Kontaktlinsenanpassung
    von mgomsi am 27.06.2010 um 08:35
    Ich habe den Artikel mit großem Interesse gelesen, da beide meiner Töchter Kontaktlinsen verwenden. Bei den Testungen von Betrieben/Personen etc. hätte ich den Wunsch, dass man auch in die Bundesländer geht, da es mir aus der Südsteiermark ja nichts nützt, wenn ich weiß, dass es in Wien einen ausgezeichneten Augenarzt etc. gibt. Sonst sind ihre Testungen und Berichte immer von größtem Wert für mich. Melitta Gomsi
Bild: VKI