Kosmetika: unwahre Werbung (Kommentar)

Potemkinsche Dörfer

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Konsument 4/2009 veröffentlicht: 10.04.2009

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Dreiste oder unwahre Werbeversprechen: ein Kommentar von "Konsument"-Redakteur Bernhard Matuschak.

Matuschak Bernhard Mail 100px Einmal angenommen, aus der teuren Espressomaschine würde statt Kaffee nur heißes Wasser tröpfeln, der neue Luxus-Flachbildfernseh er würde keine bewegten Bilder liefern, sondern nur als Radio zu gebrauchen sein: „wertloser Schrott“, würden Sie zu Recht schimpfen und die Produkte ins Geschäft zurücktragen. Die Hersteller müssten derart unbrauchbare Dinge umgehend aus dem Handel nehmen. 

Gesetze gelten nicht für alle

Doch die Gesetze des Marktes gelten offenbar nicht für alle Branchen. Sie glauben uns nicht? Dann lesen Sie unseren Testbericht zu Handcremen gegen Pigmentflecken. Kein einziges Präparat im Test vermochte auch nur ansatzweise seinen eigentlichen Zweck zu erfüllen. Die Cremen mögen gute Feuchtigkeitsspender sein, das, was sie eigentlich bewirken sollen – nämlich Pigmentflecken reduzieren – und wofür Kundinnen teilweise viel Geld hinblättern, können sie nicht.

Kosmetikindustrie: unwahre Versprechen

Doch Pigmentcremen sind bei Weitem nicht die einzigen potemkinschen Dörfer der Kosmetikindustrie. Die Liste der Versager ist lang, wie zahlreiche unserer Tests belegen: Ob Faltencremen, Sonnenschutzmittel oder Handcremen – immer wieder stoßen wir auf Produkte, die durch dreiste und unwahre Werbeversprechen oder falsche Deklaration, etwa beim Lichtschutzfaktor, auffallen. Und als Konsument wundert man sich, was so alles möglich ist.

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