Künstliche Süßstoffe

Falsche Warnungen

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Konsument 8/2000 veröffentlicht: 01.08.2000, aktualisiert: 08.02.2013

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In einem Flugblatt habe ich gelesen, dass der Süßstoff Aspartam zu schweren Erkrankungen führen soll. Stimmt das?

Nein. Aspartam – die Substanz ist auch unter der Marke Nutrasweet im Handel – besteht aus zwei Aminosäuren (Eiweißbausteinen), die auch in der Natur vorkommen. Asparaginsäure findet sich in Hülsenfrüchten, aber auch im Mais. Phenylalanin wird aus Keimlingen der Lupine (Pflanze aus der Familie der Schmetterlingsblütler) isoliert. Aspartam schmeckt in etwa 200 Mal so süß, wie Haushaltszucker. Bei großer Hitze und in Kombination mit Säuren verliert es allerdings seine Süßkraft. Zum Kochen oder Backen ist Aspartam daher nicht geeignet. Beim Abbau von Aspartam entsteht im Organismus Methylalkohol. Deswegen brauchen Sie sich aber keine Sorgen zu machen: Süßstoffe werden nur in kleinen Mengen verzehrt. Die Menge, die hier frei wird, ist vernachlässigbar gering. Nur Menschen mit angeborener Phenylketonurie müssen aspartamhaltige Lebensmittel meiden. Diese Störung des Aminosäurenstoffwechsels kommt aber sehr selten vor. Solche falschen Warnungen sind verantwortungslos und unseriös.

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