Magnettherapie: Wirkung gleich null

Test mit 70 Personen

Seite 1 von 1

KONSUMENT 6/2014 veröffentlicht: 22.05.2014

Inhalt

Kupferarmband, Kupfersohlen: Mehr als eine Milliarde Euro wird jedes Jahr weltweit für sogenannte Magnettherapien ausgegeben.

Schön, aber wirkungslos - ein Test zeigt Magnetarmbänder nützen nichts (Bild: Crepesoles/Shutterstock.com) 

Mit Kupfer oder permanenten Magneten ausgestattete Armreifen, Sohlen, Folien oder Pflaster sollen – so die Anbieter – Gelenkschmerzen, Rheuma oder chronische Erkrankungen der Knochen und Muskeln lindern.

Magnet-Effekt bei 70 Testpersonen untersucht

Britische Wissenschaftler haben an 70 Testpersonen untersucht, ob am therapeutischen Magnet-Effekt etwas dran ist. Fünf Wochen trugen die an schmerzhaftem Gelenkrheuma Erkrankten unterschiedliche Armreifen (einer aus Kupfer, einer stark magnetisiert, einer schwach magnetisiert, einer entmagnetisiert). Die Testpersonen wussten dabei nicht, welchen Armreif sie gerade trugen.

Kein therapeutischer Nutzen

Ergebnis: Ein therapeutischer Nutzen ließ sich nicht nachweisen. Im Gegenteil: Zehn Personen trugen durch das Kupferarmband Hautreizungen davon, obwohl die Forscher Personen mit bekannter Kupferallergie von der Untersuchung ausgeschlossen hatten. Auch für Kupfersohlen, die von Anbietern als wirksamer angepriesen werden, ließ sich kein Wirksamkeitsbeleg finden.


Lesen Sie auch Faktencheck-Medizin: alle Artikel auf konsument.at

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
KONSUMENT-Probe-Abo