Massage

Heilsame Hände

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Konsument 12/2010 veröffentlicht: 13.11.2010

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Eine Massage ist nicht nur entspannend, manchmal kann sie auch als therapeutisches Mittel sinnvoll sein.

Der Griff an eine schmerzende Körperstelle zählt wohl zu den frühen Handbewegungen des Menschen. Instinktiv greifen wir dorthin, wo es wehtut. Denn meist hilft ein kurzes Massieren der betroffenen Stelle über den ersten Schmerz hinweg.

Lange Tradition

So verwundert es nicht, dass sich im Lauf der Jahrtausende in allen Kulturen bestimmte Massagetechniken entwickelten, die auf spezielle Beschwerden abgestimmt wurden. Die ältesten schriftlichen Anweisungen für Heilmassagen entstanden schon vor 4500 Jahren in China. Massagen wurden in Heilriten eingebunden um krank machende Dämonen auszutreiben.

Im antiken Griechenland massierte man Sportler und Kranke mit duftenden Ölen und Salben. Einen Rückschlag erlebte die Massage in der christlichen Kultur, in der Lust und Körperlichkeit verpönt waren. Fast wäre das volkskundliche Wissen über Massagetechniken verloren gegangen. Erst am Ende des 16. Jahrhunderts besann man sich wieder darauf: Der französische Arzt Ambroise Paré wendete Massagen erstmals in der Nachbehandlung von Verletzten an.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelten sich spezielle Formen, etwa Reflexzonenmassage, Atemmassage, Bindegewebemassage oder Lymphdrainage. Dazu kamen mit Geräten ausgeführte Techniken wie Druckluft- und Unterwasserdruckstrahlmassage.

Anerkannte Therapieform

Heute zählt die klassische Massage zum festen Bestandteil der Medizin. In Österreich ist die Ausbildung zum medizinischen Masseur bzw. Heilmasseur und medizinischen Bademeister durch ein Bundesgesetz geregelt. Die Ausbildung erfolgt an staatlichen oder staatlich anerkannten Berufsfachschulen.

Ein detailliertes Wissen ist notwendig, denn der medizinische Anwendungsbereich der Massage geht weit über Rücken- oder Nackenschmerzen hinaus. Auch bei Asthma, Angstzuständen oder Verstopfung kommt die manuelle Reiztherapie zum Einsatz. In der Rehabilitation dient sie zur Muskelentspannung. Sie wird etwa nach Operationen und Verletzungen am Bewegungsapparat sowie bei Bluthochdruck, Fehlatmung, Herzleiden, Lähmungen, Migräne und psychosomatischen Funktionsstörungen der Organe angewendet.

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Kommentare

  • Angaben über Massagedauer bin ich nicht einverstanden
    von Sonnengarten am 16.01.2011 um 17:59
    Massage ist nicht Massage besser gesagt *die Massage* gibt es gar nicht! Weil es einfach zu viele verschiedene Techniken gibt, alleine schon die Feststellung Monatelange Massagebehandlungen bringen nichts!! Na da werden sich aber die LymphödempatientenInnen freuen wenn sie das lesen. Besonders nach Brustkrebsoperationen bleibt vielen eine Jahrelange Behandlung nicht erspart. Bei einer Lymphdrainage sind mindestens 30min *Massage* nötig!Ausserdem ein guter Masseur massiert nicht stur jedesmal an einer Stelle (Teilmassage) sondern schaut sich zb den ganzen Rücken an und macht dann vielleicht auch mal eine Akupunktmassage oder Fußreflezonen man geht einfach auf den Kunden/Patienten ein. Was natürlich in einen Physikalischen Institut nicht möglich ist da wird dann Stur an der HWS massiert obwohl der Patient schmerzen im ISG hat nur in 8min geht sich halt leider nicht mehr aus ,da den Leuten noch Strom ,Ultraschall,Moor verschrieben wird den nur durch viele Behandlungen bekommen die Institut Geld herein.Das die Patienten dann natürlich überfordert sind und erst Schmerzen bekommen ist klar. Was dann wieder gern auf die Massage geschoben wird.Deshalb einen guten Masseur mit Ausbildung suchen, nur Sportmasseur ist zuwenig!Innung anrufen nach Mitgliedern fragen! Der kann dann individuell nach jeweiligen befinden die richtige Massagetechnik wählen! Diese Serie 6 Einheiten dürften auch aus Deutschland stammen , da in Österreich nachwievor von der Kasse 10 Einheiten gezahlt werden.
Bild: VKI