MBT-Schuhe

Trainieren im Vorbeigehen

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Konsument 2/2006 veröffentlicht: 12.01.2006

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Die Schuhe sind vielleicht nicht schön, aber sie machen schön, meinen die MBT-Schuhmacher.

"Masai Barfuss Technologie"

Anfangs wurden die klobigen Gesundheitsschuhe kaum beachtet, doch mittlerweile bekamen sie nicht nur ein schickeres Design verpasst, sondern sie scheinen sich auch zu einem regelrechten Renner zu entwickeln: MBT-Schuhe. Der Erfinder der „Masai Barfuss Technologie“, der Schweizer Ingenieur Karl Müller, bereitet sich jedenfalls auf eine Massenproduktion vor. Vor Jahren ist er in Korea beim entspannten Barfuß-Gehen durch die Reisfelder seine Rückenschmerzen losgeworden. Das hat ihn auf die Idee gebracht, einen Schuh zu konstruieren, der den weichen, unebenen Untergrund simuliert.

Wirkungsprinzip

Zum Wirkungsprinzip: Die extrem weiche Sohle ist vorne und hinten nach oben gewölbt, sodass man nur an einem Punkt in der Fußmitte auf dem Boden aufkommt. Es ist ein instabiler Stand, als ob man auf einem Ball balancieren würde. Beim Gehen kommt es zu einer Abrollbewegung des Fußes aus der Negativstellung (Ferse tiefer als der Vorderfuß). Dadurch werden Muskeln aktiviert, die beim passiven Gehen mit normalen Schuhen verkümmern, die Haltung wird aufrechter, Verspannungen werden gelöst, Rücken und Gelenke entlastet. Schon beim Stehen werden die Muskeln gefordert, umso mehr beim Gehen. So werden MBT-Schuhe auch gerne als „kleinstes Fitnesscenter der Welt“ beworben.

Informationen einholen und Einschulung in Anspruch nehmen

Das Publikum ist überwiegend zufrieden mit dem neuen Schuhgefühl, nur wenige kommen damit überhaupt nicht zurecht. Auch von Medizinern wird MBT grundsätzlich begrüßt. „Natürlich kann man mit einem Therapiekreisel oder einem ähnlichen Trainingsgerät denselben Trainingseffekt erzielen, Vorteil der MBT-Schuhe ist, dass man nicht dran denken muss“ (Mag. Andreas Kranzl, Labor für Gang- und Bewegungsanalyse). Wichtig ist, sich (schon vor dem Kauf) ausreichend zu informieren und danach eine Einschulung in Anspruch zu nehmen, die im Kaufpreis von 180 bis 200 Euro enthalten ist. Die Sportärztin Dr. Renate Petschnig empfiehlt einen langsamen Trainingsaufbau. „Auf keinen Fall sollte der Schuh sofort über Stunden getragen werden. Vorsicht ist bei schon bestehenden Beschwerden geboten, wie bei Schmerzen in der Wirbelsäule oder in Gelenken. In solchen Fällen sollte immer der Rat eines Arztes eingeholt werden.“ Eine Händlerliste gibt es unter www.mbt-info.com , Tel. (07751) 501 91.

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Kommentare

  • MBT und Fersensporn
    von idietrich am 13.07.2011 um 11:49
    Ich habe es mit meinen zwei Fersenspornen richtig arg erwischt, sodass ich von der Schmerzambulanz (sie akzeptieren jemanden nur, wenn er "austherapiert" ist) mit Schmerzmitteln versorgt wurde. Die einzgen Schuhe, mit denen ich zumindest kurze Strecken gehen kann, sind die MTB.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo