Medikamente: Rezeptfreie Augentropfen

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Konsument 7/2008 veröffentlicht: 26.06.2008

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  • Trockene Augen, Bindehautentzündung: Ursache vom Augenarzt abklären lassen
  • Medikamente nur teilweise geeignet
  • Konservierungsmittelfreie Präparate vorziehen

Jucken, brennen und tränen

Wenn die Augen jucken, brennen und tränen, steckt häufig eine Entzündung der Bindehaut (Konjunktivitis) hinter den Beschwerden. Die durchsichtige Bindehaut überzieht den vorderen Teil des Augapfels sowie die Innenseite der Augenlider und ist für die Versorgung der Hornhaut zuständig. Bei jedem Lidschlag wird der Tränenfilm auf den Augen erneuert, verteilt und ähnlich wie bei einem Scheibenwischer weggewischt. Damit sie ihre Aufgabe als Versorgungsorgan erfüllen kann, ist die Bindehaut von zahlreichen feinen Blutgefäßen und Nervenfasern durchzogen. Bereits kleinste Verletzungen und Fremdkörper werden deshalb als sehr unangenehm empfunden.

Zugluft, UV-Strahlung, Kälte, Abgase

Eine Bindehautentzündung kann durch Umweltreize wie Zugluft, UV-Strahlung, Kälte, Abgase, lange Bildschirmarbeit oder auch Chlor aus dem Wasser im Schwimmvon becken verursacht werden. Andere Auslöser sind Allergien und Krankheiten, etwa Masern und Windpocken. Bisweilen steckt aber auch schlicht körperliche Überanstrengung oder einfach nur eine falsche Brille hinter der Entzündung. So vielfältig die Ursachen sind, so unterschiedlich sind auch die Therapien. Während bei einer bakteriellen Entzündung in der Regel Antibiotikapräparate zur Anwendung kommen, reicht in anderen Fällen künstliche Tränenflüssigkeit zur Linderung der Beschwerden aus. Es ist also wichtig, die Ursachen für eine Konjunktivitis vom Augenarzt abklären zu lassen.

trockene Augen (Foto: Ehrensberger)

Trockene Augen

Neben Entzündungen sind trockene Augen (Keratokonjunktivitis sicca) die häufigste Erkrankung unserer Sehorgane. Hornhaut und Bindehaut müssen ständig von einem Tränenfilm überzogen sein, damit beschwerdefreies Sehen möglich ist. Trockene Bereiche auf der Hornhaut treten auf, wenn zu wenig Tränenflüssigkeit produziert wird oder wenn ihre Zusammensetzung verändert ist. Nur das richtige Mischungsverhältnis aus Wasser, Schleim, Fett und Nährstoffen garantiert eine gleichmäßige Benetzung. Reißt dieser Film, läuft das Sehen im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr wie geschmiert.

Gefühl wie Sand im Auge

Bei jedem Lidschlag werden Zellen der obersten Hornhautschicht abgeschabt und wir haben ein Gefühl, als hätten wir ständig Sand im Auge. Darüber hinaus machen sich trockene Augen durch Brennen, Jucken, Augenrötung und Lichtempfindlichkeit bemerkbar. Die Produktion der Tränenflüssigkeit ist nicht immer gleichmäßig und schwankt im Laufe des Tages. Auch mit zunehmendem Alter bildet der Organismus weniger Tränenflüssigkeit. Bei Frauen ist diese Abnahme stärker ausgeprägt als bei Männern.

 

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