Medikamente: Schmerzmittel (Teil 1)

Schmerzfrei in drei Schritten

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Konsument 9/2004 veröffentlicht: 19.08.2004

Inhalt

  • Zur Selbstbehandlung am besten Ibuprofen
  • Sinnvoll bei stärkeren Schmerzen: Codein + Stufe-1-Mittel
  • Andere Kombinationen selten sinnvoll

Wer Schmerzen hat, will sie loswerden. Genau dafür gibt es Schmerzmittel. Je nachdem, wie intensiv die Schmerzen sind, kommen verschiedene Wirkstoffe zum Einsatz.

Welcher wann am sinnvollsten eingesetzt wird, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einem dreistufigen Schema festgehalten. Es reiht die Substanzen, die international zur Schmerzbehandlung als geeignet angesehen werden, nach ihrer Wirkstärke.

Leichte bis mäßig starke Schmerzen

Leichte bis mäßig starke Schmerzen. Sie werden mit Mitteln der Stufe 1 behandelt. Die gängigsten Wirkstoffe sind Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Naproxen und Paracetamol. Von diesen Schmerzmitteln nimmt man – im Rahmen der für jede Substanz definierten Grenze – so viel ein, bis man schmerzfrei ist. Ist die maximale Dosis erreicht, die für 24 Stunden erlaubt ist, sind die Möglichkeiten dieses Schmerzmittels ausgeschöpft.

Mittelstarke bis starke Schmerzen 

Mittelstarke bis starke Schmerzen. Hier wird zur Stufe 2 des WHO-Schemas übergegangen. Geeignet sind u.a. Codein, Dihydrocodein und Tramadol. Die ersten beiden werden üblicherweise mit Wirkstoffen der Stufe 1 kombiniert.

Starke Akutschmerzen

Starke Akutschmerzen oder anhaltende Tumorschmerzen. Stufe 3 im WHO-Schema: Ihnen ist meist nur mit opioiden Substanzen beizukommen. Sie heißen so, weil sie den Opiaten, also den Wirkstoffen, die früher aus Opium gewonnen wurden, synthetisch nachgebildet wurden. Wichtigster Vertreter ist Morphin. Diese Gruppe von Schmerzmitteln behandeln wir im nächsten Heft.

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