Medikamente: Teil 2

Marketing für Pillen

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Konsument 2/2001 veröffentlicht: 01.02.2001

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Bei der Produkt- und Preisgestaltung von neuen Medikamenten wird nichts dem Zufall überlassen.

Vielerlei will bedacht sein, bevor ein Medikament getauft werden kann. Einprägsam muss der Name sein, damit sich die nachfragenden Patientinnen und Patienten, aber auch die verschreibenden Ärztinnen und Ärzte leicht an ihn erinnern. Nach Möglichkeit soll er eine Assoziation zum Anwendungsgebiet wecken. Exzellentes Beispiel hierfür: Herzkraft. Bei den Namen verschreibungspflichtiger Medikamente wie dem Blutdrucksenker Lopresor – „lowers pressure“ – sind zumindest Englischkenntnisse nötig, um eine Ahnung zu bekommen, um welches Arzneimittel es sich handelt.

Jedes Arzneimittel hat mindestens drei Namen: einen chemischen, einen Substanz- und einen Handelsnamen. Anhand des chemischen Namens können Kenner die Formel des Wirkstoffs aufzeichnen. Der Substanz- oder generische Name (Beispiel Paracetamol) ist vielen Verbrauchern schon eher geläufig. Diesen Namen gebrauchen Arzneimittel-Fachleute, wenn sie sich über den Wirkstoff austauschen und sich dabei nicht auf ein bestimmtes Markenprodukt einer Firma beziehen. Auf dem Rezept des Arztes steht schließlich der Handelsname (etwa Mexalen). Ihn hat die Firma ausgewählt, die das Arzneimittel herstellt; die Zulassungsbehörde hat ihm zugestimmt. Dazu muss der Name einmalig sein und darf mit dem anderer Medikamente nicht so leicht zu verwechseln sein.

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