Medikamente: Teil 3

Rezept statt Risiko

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Konsument 3/2001 veröffentlicht: 01.03.2001

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Noch gibt es viele Arzneimittel nur auf Rezept. Im Internet kann man sie trotzdem problemlos kaufen.

Europareisende wundern sich immer wieder, warum sie ein Arzneimittel in den Apotheken des einen Landes frei kaufen können, in einem anderen Land dafür aber ein Rezept verlangt wird. In jedem Land werden verschreibungspflichtige und frei verkäufliche Arzneimittel unterschieden. Welcher Kategorie eine Substanz zugeordnet wird, entscheidet die Zulassungsbehörde. Grundsätzlich ist zunächst einmal jede neue Substanz verschreibungspflichtig. Wenn sie sich dann über lange Zeit als sicher erwiesen hat, kann die Behörde die Rezeptpflicht aufheben. Für manche Wirkstoffe gibt es auch eine geteilte Regelung: Bis zu einer bestimmten Dosierung sind sie frei verkäuflich, in höherer Dosierung rezeptpflichtig. Zum Beispiel Ibuprofen: In Österreich liegt die Grenze bei 200 mg, in Deutschland bei 400 mg. Die Entscheidung, verschreibungspflichtig oder nicht, liegt im Ermessen der Zulassungsbehörde, und dabei fließen immer unterschiedliche Interessen ein.

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Bild: VKI