Menstruation

PMS - geheimnisvolle Frauenkrankheit

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Konsument 9/2002 veröffentlicht: 26.08.2002

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Unter dem „Prämenstruellen Syndrom“ (PMS) können alle irgendwann einmal leiden. Warum die einen mehr und die anderen weniger von den diversen Symptomen in den Tagen vor den Tagen geplagt werden, ist zum Teil noch rätselhaft.

Vieles, was nur irgendwie mit dem Thema Sexualität zusammenhängt, ist trotz der enormen Aufklärung in den letzten Jahrzehnten immer noch Tabu, weiß die Psychotherapeutin Mag. Andrea Scheutz aus ihrer Praxis. Die Leiterin des Wiener Instituts „Frauensache“ erklärt, warum sich die Verschleierung von Frauenbeschwerden für Betroffene negativ auswirken kann: „Schmerzen werden leichter erträglich, wenn ich ihnen genügend Aufmerksamkeit gebe. Denn der Körper wehrt sich und verlangt von uns, dass wir auf ihn schauen.“

Beschwerden ernst nehmen

In unserer Kultur ist es jedoch nicht üblich, frei und selbstverständlich über Themen rund um die Menstruation zu sprechen. Die Psychotherapeutin begrüßt deshalb Rituale bei der ersten  Menstruation, weil es den Mädchen „Selbstvertrauen und Geborgenheit vermittelt.“ Frauen, die wegen PMS Hilfe bei Psychotherapeuten suchen, sind keinem bestimmten Typus zuzuordnen. Scheutz erzählt, dass nicht nur berufstätige Frauen oder nur Hausfrauen darunter leiden. Außerdem hat die Therapeutin festgestellt, dass es bei PMS keinen Unterschied macht, ob Frauen Kinder haben oder nicht. Als wichtigsten Punkt in der Therapie PMS-Leidender sieht die Psychotherapeutin, dass „diese Beschwerden ernst genommen werden müssen.“

Ungezwungen über das „Prämenstruelle Syndrom“ zu sprechen ist leider nicht überall möglich. So haben sich die berufstätigen Mütter Vera, Sophie, Monika und Sonja 1) in einem Frauencafe getroffen, um ungestört ihre Erfahrungen mit PMS auszutauschen.

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