Mittel bei Reisekrankheit

Mir ist speiübel!

Seite 1 von 6

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 8/2006 veröffentlicht: 13.07.2006

Inhalt

  • Auslöser ist eine Störung im Gleichgewichtsorgan
  • Keine harmlose Angelegenheit
  • Medikamente können helfen

85% sind anfällig

Manche Menschen brauchen sich nur ins Auto zu setzen, schon wird ihnen schlecht. Andere erwischt es im Bus, wenn sie die Zeitung lesen. Und nur wenige überstehen eine Schiffsreise bei stürmischem Seegang ohne flaues Gefühl im Magen. 85 Prozent aller Menschen sind anfällig, eine Kinetose (Reisekrankheit) zu bekommen, jeder Zehnte ist besonders stark betroffen, Stress und Angst verstärken die Anfälligkeit. 

Vielfältige Beschwerden

In ihrer harmlosesten Form äußert sich eine Kinetose in wiederholtem zwanghaften Gähnen, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Zwangsschlucken, Abgeschlagenheit und geistiger Leere. Schwerwiegendere Symptome sind Kopfschmerzen, Arbeitsunlust, Lethargie, Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Hyperventilation, Schweißausbrüche sowie erhöhter Puls. 

Schwere Konsequenzen möglich

Auch wenn sich Mitreisende gerne über die „grünen Gesichter“ an Deck lustig machen: Für die Betroffenen ist eine Reisekrankheit alles andere als komisch und keineswegs harmlos. Dauerhaftes Erbrechen kann zu gefährlichem Flüssigkeits- und Salzmangel im Körper führen.

Bei besonders anfälligen Personen, die den Bewegungsreizen über einen langen Zeitraum ausgesetzt sind, droht sogar ein Kreislaufkollaps. Schwere Seekrankheit schlägt zudem auf die Psyche und ist mit erhöhter Selbstmordgefahr verbunden. Betroffene sollten deshalb unter ständige Beobachtung gestellt werden.

Bewertung

Wertung: 2 von 5 Sternen
7 Stimmen
Weiterlesen

Kommentare

  • Nullmeldung?
    von SuBo am 06.02.2014 um 12:49
    Was soll das bitte für ein Test sein, wenn alle Mittel mit "mit Einschränkung geeignet" beurteilt wurden. Hätte wohl gereicht, wenn Sie eine Auflistung aller erhältlichen Medikamente gemacht hätten. Somit leider überhaupt nicht hilfreich.
  • Viele Reisekranke haben Histaminintoleranz
    von hwy2001 am 30.07.2010 um 01:57
    Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Histaminintoleranz Alle Antihistaminpräparate helfen, histaminfreie Ernährung, Daosin-Tabletten, ausreichend dosiert, teuer, aber wohl das beste. (alles selbst getestet). Die angeführten Präparate (Wirkstoff Dimenhydrinat) sind ja auch Antihistaminika. Siehe Reinhart Jarisch: Histaminintoleranz und Reisekrankheit. Und: http://www.faz.at/jsf/mainPage.jsf?id=histaminintoleranz&type=content&menu=wissenschaft
Bild: VKI