Mittel bei Sodbrennen

Echt ätzend

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Konsument 12/2006 veröffentlicht: 08.11.2006, aktualisiert: 16.11.2006

Inhalt

  • Jeder Dritte ist von Sodbrennen betroffen
  • Bei häufigem Auftreten ärztliche Untersuchung unumgänglich
  • Chronisches Sodbrennen kann Speiseröhrenkrebs auslösen

Lebensstil lässt sauer aufstossen

Der Festtagsbraten war erstklassig, auf den Nachschlag hätten wir allerdings lieber verzichten sollen. Die Strafe für die Völlerei lässt nicht lange auf sich warten: saures Aufstoßen, seifiger Geschmack im Mund und ein ätzendes Brennen in der Brust. Sodbrennen zählt zu den häufigsten Problemen des Magen-Darm-Traktes, nahezu jeder Dritte ist betroffen.

Ursachen

Hauptursache ist ein herabgesetzter Spannungszustand des Schließmuskels zwischen Speiseröhre und Mageneingang. Bei zu geringem Druck im unteren Teil der Speiseröhre beziehungsweise Druckerhöhung im Mageninneren fließen saure Mageninhaltstoffe in die Speiseröhre zurück. Dieses Phänomen wird allgemein als Reflux bezeichnet. Neben fettreicher Nahrung gehören auch Alkohol- und Nikotinkonsum, Schwangerschaft, ein Zwerchfellbruch, Übergewicht oder Stress zu den Auslösern der Krankheit.

Gefahr durch chronischen Reflux

Tritt Sodbrennen nur wenige Male im Jahr auf, vor allem nach fettreichem Essen oder Alkoholgenuss, und verflüchtigen sich die unangenehmen Begleiterscheinungen nach kurzer Zeit wieder, besteht kein Anlass zur Sorge. Meist lassen sich die Beschwerden mit einem Glas Milch oder Haferflocken lindern. Als Vorbeugung gegen Reflux hilft eine Änderung des Lebensstils mit ausgewogener Ernährung, mehr Bewegung und weniger Stress.

Warnsignal

Chronisches Sodbrennen ist jedoch als Warnsignal des Körpers zu deuten. Wenn sich zu den eingangs beschriebenen Symptomen auch Oberbauch- und Magenschmerzen, Schluckstörungen, Übelkeit und Erbrechen sowie asthmatische Beschwerden gesellen und die Refluxphasen länger andauern, ist ein Arztbesuch dringend anzuraten. Eine Magenspiegelung gibt Aufschluss darüber, ob bereits eine Schädigung der Speiseröhrenschleimhaut vorliegt.

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Bild: VKI