Mittel gegen Heuschnupfen

Wenn die Nase juckt

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Konsument 4/2006 veröffentlicht: 24.03.2006

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Mehr als 900.000 Österreicher sind betroffen Produkte ohne Konservierungsmittel vorziehen  Vorbeugen ist die beste Therapie

Frühling ist da - Heuschnupfengefahr

Kaum zieht der Frühling ins Land, werden fast eine Million Österreicherinnen und Österreicher, die unter Pollenallergie leiden, auf eine harte Probe gestellt. Niesanfälle, Juckreiz im Rachen und tränende Augen kündigen den ersten Heuschnupfen des Jahres an. Für viele Betroffene bricht eine echte Leidenszeit an. Die Nase ist ständig verstopft oder läuft, Geschmacks- und Geruchssinn sind eingeschränkt. Dazu kommen Kopfschmerzen und schlechter Schlaf. Eine allgemeine Lustlosigkeit und Niedergeschlagenheit macht sich breit.

"Rosenfieber"

Das Phänomen des Heuschnupfens ist schon seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Der italienische Wundarzt und Anatom Leonardo Botallo glaubte erkannt zu haben, dass der Duft der Rose bei einigen seiner Mitmenschen Schnupfen oder gar Grippesymptome auslöste. Er gab dem Krankheitsbild die Bezeichnung „Rosenfieber“.

Zunahme durch Luftverschmutzung

Die von Botallo beschriebenen Einzelfälle haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer wahren „Epidemie“ ausgewachsen. 15 bis 20 Prozent aller Mitteleuropäer sind inzwischen von Pollenallergie betroffen. Die Ursachen für die Verbreitung sind umstritten. Neben der Umweltverschmutzung scheint unser Lebensstil eine Rolle zu spielen. Hohe Temperaturen in den Wohnräumen sowie der Hang, in einer möglichst sterilen Umgebung zu leben, begünstigen den Ausbruch von Allergien. Denn das Immunsystem muss sich mit zunehmend weniger Fremdkeimen auseinander setzen.

Körpereigene Abwehrkräfte

Vor allem in den ersten Lebensjahren ist ein gewisser Kontakt mit Erregern (solange es sich nicht um lebensgefährliche Keime handelt) für die Entwicklung der körpereigenen Abwehr von Vorteil. Untersuchungen zeigen auch, dass sich das Allergierisiko bei Säuglingen, die im ersten halben Jahr gestillt wurden, vermindert. Dies gilt unter der Voraussetzung, dass die Mutter auf Zigarettenkonsum verzichtet. Zu den äußeren Einflüssen kommen genetische Faktoren. Leiden beide Elternteile unter Heuschnupfen, steigt das Risiko für die Kinder, ebenfalls daran zu erkranken.

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Bild: VKI