Mundgeruch: Zungenreinigung

Es liegt auf der Zunge

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KONSUMENT 1/2015 veröffentlicht: 23.12.2014

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Die Ursache von schlechtem Atem liegt meistens im Mund selbst. Wer häufig unter Mundgeruch leidet, sollte auch auf eine regelmäßige Reinigung der Zunge achten.

Zungenreinigung geht auch anders (Cartoon: Wisniewski/VKI) Mundgeruch (Halitosis) ist alles andere als angenehm und doch sehr häufig. Studien zufolge leiden sechs Prozent der Bevölkerung ständig darunter. Jeder Vierte hat zumindest zu bestimmten Tageszeiten regelmäßig mit schlechtem Atem zu kämpfen. Die Ursachen dafür liegen zwar nicht ausschließlich, aber doch meistens im Mund.

Bakterien zerlegen Speisen

Hier tun Milliarden von Bakterien einen an sich nützlichen Dienst, indem sie unsere Nahrung vorverdauen und so Magen und Darm entlasten. Unter anderem zersetzen die Mikroben eiweißhaltige Speisereste. Dabei entstehen schwefelhaltige Verbindungen, die sich als übel riechende Beläge auf Zunge, Zähnen und Zahnfleisch niederschlagen.

Werden sie nicht gründlich entfernt, fördert dies den Mundgeruch. Eine weitere Quelle für die Geruchsemissionen sind Entzündungen von Zahnfleisch (Gingivitis) und Zahnbett (Parodontitis), die durch nicht entfernte Speisereste und Beläge entstehen. Besonders wichtig ist auch, Zahnersatz und Prothesen sorgfältig zu reinigen.

Andere Ursachen

Vergleichsweise selten entsteht Mundgeruch durch Erkrankungen des Hals-Nasen- Ohren-Bereiches. Bei Mandel- oder Nasennebenhöhlenentzündungen kann Sekret, das in den Rachenraum rinnt, das Bakterienwachstum im Mund fördern. Andere Arten von Mundgeruch können ein Hinweis auf bestimmte innere Erkrankungen sein.

Ein Geruch wie von Nagellackentferner (Aceton) weist auf eine Diabeteserkrankung hin, Nierenleiden verursachen einen Atem, der nach Fisch oder Urin riecht, bei einer eitrigen Bronchitis entstehen faulige Gerüche. Wer hungert oder fastet, kann ebenfalls einen unangenehmen Geruch verströmen.

Mehr trinken

Auch ein trockener Mund kann eine Ursache sein. Er kommt häufig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen vor, die hauptsächlich durch den Mund atmen. Hier kann eine entsprechende Flüssigkeitszufuhr für Speichelfluss und somit eine Selbstreinigung sorgen.

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Bild: VKI