Nikotin in Zigaretten

Dosis heimlich erhöht

Seite 1 von 1

Konsument 8/2007 veröffentlicht: 24.07.2007

Inhalt

Die großen amerikanischen Zigarettenhersteller haben zwischen 1998 und 2005 die Nikotindosis in Zigaretten von Jahr zu Jahr erhöht. Grund: Dies sollte die Abhängigkeit der Raucher und folglich den Umsatz steigern.

Nikotindosis gesteigert

Heimlich, still und leise haben die größten amerikanischen Zigarettenhersteller Philip Morris (bekannteste Marke Marlboro), RJ Reynolds (Camel), Brown & Williamson (Lucky Strike) und Lorillard Tobacco (Newport) zwischen 1998 und 2005 die Nikotindosis in Zigaretten (betroffen sind auch Light- und Mentholprodukte) sukzessive von Jahr zu Jahr erhöht. Dies beweist eine Studie der Harvard School of Medical Health. Ziel der zweifelhaften Praxis: den Kick bei den Rauchern und damit den Umsatz zu steigern.

Nikotinaufnahme gefördert

Suchtsteigernd sind auch in den Glimmstängeln enthaltene Zusatzstoffe wie Ammoniak, Harnstoff, Menthol oder Soda. Diese fördern die Nikotinaufnahme durch den Organismus. Menthol etwa bewirkt eine tiefere Inhalation. Einige Additive sind auch in anderer Hinsicht gesundheitsschädlich, bei der Verbrennung entstehen krebserregende Substanzen.

Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
2 Stimmen

Kommentare

  • Hat das keine rechtlichen Konsequenzen?
    von Byrd am 14.08.2014 um 17:49
    Ich habe seither nie gelesen, dass Tabakkonzernen der Prozess wegen solchen Machenschaften gemacht wird. So ein Vorgehen ist doch fahrlässig und schädigend, besonders wenn es "heimlich" gemacht wird wie es der Text darstellt.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo