Ohrentropfen

Selten sinnvoll

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Konsument 9/2010 veröffentlicht: 23.08.2010

Inhalt

  • Die meisten Mittelohrentzündungen heilen von selbst ab
  • Tritt nach zwei Tagen keine Besserung ein, Arzt aufsuchen
  • Antibiotika-Ohrentropfen mit Einschränkung geeignet

Kinderkrankheit Mittelohrentzündung

Wenn kleine Kinder ihren Eltern schlaflose Nächte bereiten, ist häufig eine akute Mittelohrentzündung (akute Otitis media/AOM) die Ursache. AOM ist die häufigste Entzündungskrankheit im Kindesalter und tritt vor allem zwischen dem 10. und 18. Lebensmonat auf.

Die Behandlung erfolgt grundsätzlich ambulant, außer bei Säuglingen vor dem zweiten Lebensmonat. Rund 70 Prozent aller Kinder unter drei Jahren erkranken mindestens einmal daran. Das Mittelohr ist ein luftgefüllter Raum, zwischen äußerem Gehörgang und Innenohr.

Die Anfälligkeit für Infektionen ergibt sich durch die Nähe zum Rachen, mit dem das Mittelohr durch einen Gang, der so genannten eustachischen Röhre oder Ohrtrompete verbunden ist, die für den Druckausgleich sorgt. Bei Kleinkindern weist das Organ einen verhältnismäßig großen Durchmesser auf und ist sehr kurz.

Im Fall einer Verkühlung können Erreger aus dem Rachenraum so leicht ins Mittelohr gelangen und dort Entzündungen und Vereiterungen verursachen. Dies führt zur Verstopfung der Ohrtrompete, der Druck im Mittelohr steigt an, was starke Schmerzen auslöst. Die kleinen Patienten leiden zudem meist unter Fieber, Appetitlosigkeit, Weinerlichkeit, Unruhe und Schlafstörungen.

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Kommentare

  • Mittelohrentzündung
    von poiss am 02.09.2010 um 10:10
    möchte auch auf eine sehr wirksame methode bei mehrmals wiederkehrender entzündung aufmerksam machen. es handelt sich um einen kurzen operativen eingriff, wo kleine röhrchen eingesetzt werden, dass das sekret abfliessen kann. diese werden nach einiger Zeit vom körper, meistens unbemerkt ausgeschieden.leider weiß ich den Fachausdruck für diesen Eingriff nicht, der jedoch bereits vor über 20 Jahren von HNO-Ärzten erfolgreich durchgeführt wurde
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