Optiker

Trübe Aussichten

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Konsument 5/2001 veröffentlicht: 01.05.2001

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  • Egal ob „Meisteroptiker“ oder „Diskonter“: Die Sehschärfenmessung ist oft ungenau.
  • Eine billige Brille muss nicht schlecht sein, eine teure nicht automatisch gut.
  • Jede zweite Brille ist hier wie da nicht korrekt angepasst.

Die Hälfte der Bevölkerung ist fehlsichtig, und weil im Alter die Augenlinse an Elastizität verliert, können ältere Menschen in der Nähe nicht mehr problemlos scharf sehen. Am Augenoptiker kommt also kaum einer vorbei. Wir haben erstmals getestet, welches Service uns dort erwartet.

Kurz- und Weitsichtigkeit

Eine geringe Fehlsichtigkeit ist sehr häufig und bleibt oft lange unbemerkt. Bei Übersichtigen („Weitsichtigkeit“) ist der Augapfel im Verhältnis zur Brechkraft ein wenig zu kurz, daher treffen die Lichtstrahlen etwas hinter der Netzhaut zusammen – das Bild auf der Netzhaut ist unscharf; umso mehr, je näher der gesehene Gegenstand liegt (unteres Bild). Bei Kurzsichtigen ist der Augapfel dagegen verlängert – die Lichtstrahlen treffen schon vor der Netzhaut zusammen und es entsteht ein Bild mit unscharfen Konturen; umso verschwommener, je weiter der Gegenstand entfernt ist (mittleres Bild). Das kann man ausgleichen, indem man eine „optische Linse“ vor das Auge setzt, die entsprechend geschliffen ist, entweder durch ein Brillenglas oder eine Kontaktlinse. Der dafür ausgebildete Augenoptiker ist wie der Augenarzt befugt, die optische Messung der Augen durchzuführen, beide Berufsgruppen dürfen Kontaktlinsen anpassen. Krankheiten darf der Augenoptiker nicht diagnostizieren und nicht behandeln.

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