Pflege daheim (Teil 3)

Den Alltag bewältigen

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Konsument 11/2004 veröffentlicht: 14.10.2004

Inhalt

  • Passende Ausstattung und Hilfsmittel erleichtern die Arbeit
  • Pflegende sollten auch auf sich selbst achten

Radikale Veränderung

Pflegebedürftigkeit verändert das Leben radikal. Wer Hilfe beim Waschen, Anziehen, Einkaufen braucht, fühlt sich oft hilflos, abhängig und ausgeliefert. Hinzu kommt das Leiden an einer Krankheit oder Gebrechlichkeit, gepaart mit Ängsten vor der Zukunft. Der Eindruck, nicht mehr gebraucht zu werden, kann zu tiefen Depressionen führen. Ein neues Lebensgefühl zu gewinnen und neue Lebensperspektiven zu entwickeln erfordert viel Geduld und behutsame Schritte von allen Beteiligten.

Gefühl der Geborgenheit geben

Es ist wichtig, der betreuten Person das Gefühl von Geborgenheit zu geben, sie spüren zu lassen, dass sie für Familie und Freunde keine Last ist. Pflegende haben aber auch selbst das Bedürfnis, mit jemandem über ihre Probleme und Ängste offen zu reden und sich aussprechen zu können. Sie brauchen die Bestätigung, das Richtige zu tun.

Kurse für Pflegende sind wichtig

Deshalb sollte man das Angebot von Kursen für Pflegende nützen. Sie vermitteln das erforderliche Wissen, die besten Techniken und Sicherheit im Umgang mit pflegebedürftigen Menschen und zeigen Möglichkeiten auf, Grenzen zu ziehen und dem eigenen Leben Raum zu lassen. Wer einen Angehörigen zu Hause pflegt, muss alltägliche Gewohnheiten und Abläufe umstellen – trotzdem sollte der normale Tagesrhythmus möglichst beibehalten und nach wie vor den Bedürfnissen aller Beteiligten Rechnung getragen werden.

Das Pflegezimmer

  Das ideale Pflegezimmer ist ein eigener Raum, der es dem Pflegling bei geöffneter Tür erlaubt, am Familienleben teilzunehmen, bei Bedarf aber auch Rückzug und Ruhe bietet. (Foto: Wodicka) Voraussetzung für das Gelingen der täglichen Pflegearbeit ist eine gut durchdachte Ausstattung. Das ideale Pflegezimmer ist ein eigener Raum, der es dem Pflegling bei geöffneter Tür erlaubt, am Familienleben teilzunehmen, bei Bedarf aber auch Rückzug und Ruhe bietet. Günstig ist es, wenn der Kranke sein bisheriges Zimmer behalten kann.

Es sollte hell, lärmgeschützt, gut zu lüften, regelbar zu heizen und leicht zu reinigen sein. Neben einem Tisch und einer Sitzgelegenheit sollte der Raum mit vertrauten Möbelstücken, lieb gewordenen Gegenständen, Bildern und Blumen, Radio und eventuell einem TV-Gerät ausgestattet sein. 

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