Piercings in Lippe und Zunge

Hohe Komplikationsrate

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Konsument 8/2010 veröffentlicht: 21.07.2010

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Es kommt oft zu Schmerzen und Schwellungen.

Piercings an Lippen oder Zunge erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Mögliche gesundheitliche Komplikationen werden aber meistens nicht bedacht. Nach dem Eingriff kommt es oft zu Schmerzen, Schwellungen sowie Problemen beim Kauen oder Schlucken. Entscheidend dafür, wie stark die gesundheitlichen Beeinträchtigungen ausfallen, ist die persönliche Mundhygiene.

Sorgfältig Zähne putzen

Wer sich für ein Lippen- oder Zungenpiercing entscheidet, sollte beim Zähneputzen besonders sorgfältig vorgehen. Es kommt aber auch darauf an, wo gestochen wird. Die höchste Komplikationsrate weisen Piercings an der Unterlippenmitte (Labiomentalfalte) auf. Hier kommt es sehr häufig zu parodontalen Schäden, zumeist Knochenabbau bzw. Rückgang des Zahnfleisches. Deshalb ist von solchen Piercings abzuraten. Vor allem bei Zungenpiercings empfiehlt es sich, auf Kunststoffschmuck zurückzugreifen. Dieser ist zwar nicht so lange haltbar und muss häufiger gereinigt werden als Metallschmuck, dafür treten jedoch bedeutend weniger Schäden an den Zähnen auf.

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Bild: VKI