Radiologische Untersuchungen

Ins Innere geschaut

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KONSUMENT 5/2011 veröffentlicht: 18.04.2011, aktualisiert: 24.06.2011

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Ohne Röntgendiagnostik ist die Medizin heute nicht mehr vorstellbar. Doch nicht immer sind die Untersuchungen notwendig. Experten warnen vor möglichen Gefahren.

Zweifellos hat die Entdeckung, die der Physiker Wilhelm Conrad Röntgen 1895 machte, die medizinische Diagnostik – und auch die Therapie – entscheidend vorangetrieben. Mithilfe der von Röntgen entdeckten elektromagnetischen (ionisierenden) X-Strahlen wurde der Traum der Ärzte wahr, in den Körper eines Menschen sehen zu können, ohne ihn aufschneiden zu müssen.

Fortschritt für die Medizin

80 Jahre später wurde das bildgebende Verfahren weiterentwickelt zur Computertomographie (CT) – zu Röntgen-Schichtbildern, die auch dreidimensionale Darstellungen ermöglichen. So können in kürzester Zeit die Ursachen von Beschwerden oder Krankheiten und die Folgen von Unfällen aufgespürt werden. Ein ganzes Herz inklusive der Herzkranzgefäße erscheint heute innerhalb von Sekunden als dreidimensionales Bild. Doch das bildgebende Ver­fahren hat nicht nur Vorteile.

Gefahren durch die Strahlung

Dass zu Diagnosezwecken eingesetzte radioaktive Strahlen dem menschlichen Körper auch schaden, ist keine Neuigkeit. Nicht ­wenige Radiologen der Pionierzeit wurden Opfer ihres Berufes, weil sie stundenlang und ohne jeden Schutz an der Röntgenröhre standen. Sie starben an Verbrennungen, an sogenannten Röntgengeschwüren, nicht heilenden Wunden, an Bluterkrankungen oder an Krebs.

Freilich sind diese Zeiten längst vorbei, und heute weiß man, dass vor allem Zellen von unausgereiftem Gewebe strahlenempfindlich sind. Für Schwangere gelten deshalb wegen der Gefahr für das Ungeborene besondere Vorsichtsmaßnahmen. Hier muss es im Vorfeld eines Röntgens zu einer sorgfäl­tigen Nutzen-Risiko-Abwägung kommen.

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
1 Stimme

Kommentare

  • Danke für den Artikel!
    von awareness am 28.04.2011 um 20:14
    Im Gegensatz zu "39373" bin ich der Meinung, dass so ein Artikel zu mehr Achtsamkeit bezüglich Röntgen in der medizin. Diagnostik im Konsument längst überfällig war. Aus "39373 spricht Unwissen und Ignoranz, ich nehme also an, dass das kein Arzt geschrieben hat, aber vielleicht ein Vertreter für CT-Anlagen? Mittlerweile gibt es nämlich nicht nur "überbesorgte Patienten" sondern auch immer mehr verantwortungsvolle Ärzte, die - gemeinsam mit ihren Patienten - überlegen, ob eine CT sinnvoll und notwendig ist. Auch entspricht diese Vorsicht neueren medizinischen Erkenntnissen, hat also nichts mit Esoterik zu tun wie "39373" meint. Mir selbst ist es vor wenigen Jahren noch passiert, dass in einem LKH binnen einer Woche 4 (!) CTs derselben Region gemacht wurden, wovon zumindest 2 medizinisch vollkommen unnötig waren (weder Krebs noch irgendeine Komplikation vorhanden), das hat mir nachher sogar ein ebenfalls sehr verwunderter Arzt bestätigt.
  • Übers Ziel geschossen
    von 39373 am 28.04.2011 um 16:03
    Der Artikel ist sicher gut gemeint, bedient aber hauptsächlich überbesorgte Menschen und Anhänger von schulmedizinfeindlichen Alternativ-Anhängern. Es ist absurd, radiologische Kontrolluntersuchungen von Krebspatienten abzulehnen, weil dadurch ev. in vielen Jahren (eher Jahrzehnten) Krebs entstehen könnte. Des weiteren hat eine Krebserkrankung viele Ursachen, neben der natürlichen Strahlung u.a. Umweltgifte, Rückstände in der Nahrung, Feinstaub, (Passiv)Rauchen. Keine seriöse Untersuchung kann nach Jahrzehnten feststellen, ob ein paar Röntgenuntersuchungen in der Vergangenheit die Ursache für eine Krebserkrankung waren...
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