Raucherentwöhnung

Wollen Sie wirklich aufhören?

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KONSUMENT 1/2012 veröffentlicht: 29.12.2011

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Um vom blauen Dunst loszukommen, werden viele verschiedene Therapien und Hilfsmittel angeboten. Wir haben uns einige davon näher angesehen.

Zu Silvester haben gute Vorsätze Hochkonjunktur. Ganz oben auf der Rangliste findet sich immer wieder das Vorhaben, dem Rauchen zu entsagen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Potenzielle "Aussteiger" suchen deshalb häufig Zuflucht bei Therapien und Medikamenten.

Einige ­haben wir in den vergangenen Jahren bereits vorgestellt (siehe KONSUMENT 1/2010 und 1/2008), doch nicht alle sind für jeden ­gleichermaßen geeignet und sinnvoll, um von Zigarette, Zigarre & Co los zu kommen. Wir ­haben uns deshalb einmal angesehen, wie die verschiedenen Methoden funktionieren und was es zu ­beachten gilt.

Rezeptpflichtige Medikamente

Grundsätzlich wird zwischen medikamen­tösen und nicht medikamentösen Therapien unterschieden. Vom Arzt verschriebene rezeptpflichtige Medikamente beeinflussen das Suchtverhalten direkt. Sie kommen meist dann zum Einsatz, wenn andere Maßnahmen erfolglos geblieben sind. Erhältlich sind ­Präparate mit den Wirkstoffen Bupropion (Zyban) oder Vareniclin (Champix).

Bupropion

Die ­Erfolgsquote für Bupropion liegt bei knapp 10 Prozent, mit Champix erhöht sie sich auf etwa 13 Prozent. Beide Mittel wurden ursprünglich zur Behandlung von Depressionen entwickelt und können teilweise schwer­wiegende Nebenwirkungen auslösen. Bupropion führt relativ häufig zu Schlafstörungen (bei 10 bis 30 Prozent aller Anwender). Weitere mögliche unerwünschte Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit und Übelkeit sowie ein geringes Risiko für Krampfanfälle.

Die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde (FDA) hat bei diesem Wirkstoff Sicherheitsbedenken angemeldet. Das liegt daran, dass bei einigen Menschen, die zuvor nicht unter psychischen Erkrankungen gelitten hatten, nach der Anwendung Depressionen und Selbstmordgedanken auftraten. Die Behörde empfiehlt Ärzten, bei der Verschreibung des Mittels verstärkt auf die Nebenwirkungen hinzuweisen. Sollten Anzeichen für Ver­haltens- und Stimmungsänderungen auftreten, insbesondere Depressionen, Gereiztheit und Suizidgedanken, sollte die Einnahme ­abgebrochen werden.

Vareniclin

Auch für den Wirkstoff Vareniclin sind teilweise heftige Neben­wirkungen beschrieben. Am häufigsten tritt Übelkeit auf, darüber hinaus ist mit Schlaf­störungen, seltsamen Träumen und Kopfschmerzen zu rechnen. Das Mittel steht zudem im Verdacht, das Risiko für Herz­infarkte und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erhöhen.

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13 Stimmen

Kommentare

  • Elektronische Zigaretten - zu innovativ für KONSUMENT?
    von NETclub50plus am 26.01.2012 um 10:22
    Die Begründung, elektronische Zigaretten seien nicht in den Test aufgenommen worden, da sie nicht zur Rauerentwöhnung "zugelassen" oder dafür angeboten würden, ist, gelinde gesagt, unbefriedigend. Erstens bedarf es, wie bei vielen anderen im Artikel dargestellten Möglichkeiten, keiner "Zulassung" (wäre ja noch schöner, wenn beispielsweise für das Anhören einer Audio CD auch schon eine "Zulassung" erforderlich sein sollte). Zweitens sind elektronische Zigaretten ein durchaus probates Mittel, das Rauchen drastisch einzuschränken, in manchen Fällen sogar, es gänzlich aufzugeben. 80 % der Kunden von Österreichs erstem Online-Shop für elektronische Zigaretten (www.CoolSmoke.at) berichten über entsprechende Erfolge! Der Grund liegt auf der Hand und ist gut nachvollziehbar: Die "Sucht Rauchen" ist nur zu einem geringen Teil durch das Nikotin bedingt vielen Rauchern geht es vielmehr um das gewohnte Verhalten: Man möchte etwas in der Hand haben, an etwas nuckeln können, seine Wölkchen in die Luft blasen. Diese Anforderung erfüllt die elektronische Zigarette perfekt. Sie fühlt sich an, wie eine "richtige", sie "rauch" ("dampft") wie eine richtige und schmeckt auch so. Da keine Verbrennung stattfindet, darf sie auch überall "gedampft" werden: Im Flugzeug, im Nichtraucherrestaurant, im Wartezimmer ... Und: Sie ist billiger als die meisten, im Beitrag vorgestellten Methoden. Eine gute (!) elektronische Zigarette erhält man bereits zum Gegenwert einer Stange herkömmlicher Glimmstängel. Nicht zuletzt auch unter diese Gesichtspunkt bleibt es unverständlich, warum KONSUMENT diese Möglichkeit der Raucherentwöhnung, des Rauchenreduzierens nicht berücksichtigt hat.
  • Elektronische Zigaretten
    von REDAKTION am 03.01.2012 um 13:52

    In unserer Übersicht haben wir lediglich Methoden angeführt, die zur Raucherentwöhnung zugelassen bzw. zu diesem Zweck angeboten werden. Die "elektronische Zigarette" ist nicht zur Raucherentwöhnung zugelassen.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Elektronische Zigarette
    von Dani22 am 31.12.2011 um 11:24
    Sehr geehrtes Redaktions-Team, Gibt es einen speziellen Grund warum die "elektronische Zigarette" NICHT im Test inkludiert ist? Mein Vater hat nämlich seit ca. 1 Monat eine elektronische Zigarette (http://www.mediashop.tv/DE/clever-smoke_elektrische_zigarette/) und er raucht nun tatsächlich weniger "richtige" Zigaretten. Einem Bekannten von mir geht es ebenfalls so. Ich persönlich setze große Hoffnungen in diese Zigaretten, da sie für alle Personen, die den Raucher umgeben, quasi geruchlos sind und nur Wasserdampf ausstoßen, welcher sich sofort verflüchtigt. Wäre diese elektronische Zigarette nicht auch ein ideales Mittel zur Raucherentwöhnung? Freundliche Grüße
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo