Remens-Tropfen

Wunderkraut unter Krebsverdacht

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Konsument 1/2004 veröffentlicht: 10.12.2003

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Remens-Tropfen enthalten einen Wirkstoff mit ungewissem Nutzen und hohem Risiko.

Keine klinischen Beweise

Osterluzei (lateinisch: Aristolochia) ist ein aus dem Mittelmeerraum stammendes Gewächs, dessen wundheilende Wirkung bereits in den Kräuterbüchern des Mittelalters hochgelobt wurde. Auch heute noch findet der Wirkstoff Anwendung in homöopathischen Mitteln.

Krebs erregend im Tierversuch

Bis vor kurzem wurden Präparate mit Aristolochiasäuren als Immunstimulans angeboten – weil man sich damit eine Steigerung der körpereigenen Abwehr erhoffte; klinisch belegen ließ sich dies allerdings nie. In den 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde in Tierversuchen festgestellt, dass Aristolochiasäuren Krebs erregen können. Später wurden sie auch in einem Schlankheitsmittel nachgewiesen, bei dem gehäufte Fälle von progressivem Nierenversagen aufgetreten waren.

In Deutschland wurde die Zulassung des Wirkstoffes bereits 1981 widerrufen, ausgenommen davon sind lediglich homöopathische Arzneien, die Aristolochiasäuren in geringen Konzentrationen enthalten: ab einer Dezimalpotenz von 11 oder darüber.

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