Schlankheitsmittel Aposlim

Echt unglaublich

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Konsument 2/2005 veröffentlicht: 12.01.2005

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Zurückhaltender Verpackungstext, im Internet als "Fettkiller" gepriesen: Aposlim.

Nahrungsergänzungsmittel

"Unglaubliche Ergebnisse" verspricht Aposlim, "der neue Fettkiller". Vertrieben wird er von der deutschen Firma Life Science über Apotheken und übers Internet. Der Verpackungstext ist sehr zurückhaltend: Demnach handelt es sich um ein "Nahrungsergänzungsmittel zur Versorgung mit der organischen Säure Brenztraubensäure und dem Mineralstoff Calcium".

Kein Hinweis auf Verwendungszweck oder gar Anwendungsdauer. Dafür wird im Internet ordentlich geklotzt: "40 Prozent weniger Kilos nach 6 Wochen" werden da versprochen, "kein anderes Schlankmittel kann solche Erfolge verzeichnen" ( www.aposlim.at ).

Brenztraubensäure und Calcium

Brenztraubensäure ist ein Zwischenprodukt im Stoffwechsel der Kohlenhydrate, der Fettsäuren sowie gewisser Aminosäuren, ist in zahlreichen Lebensmitteln vorhanden und wird im Körper zu Milchsäure abgebaut. Laut Produktbeschreibung beschleunigt Aposlim "die Fettverbrennung auf natürlichem Weg, sodass der Körper enorme Mengen Fett verbrennen muss, um Energie für den Stoffwechsel bereitzustellen." Und das sogar im Schlaf.

Keine sachlichen Belege

Sachliche Belege dafür, dass Brenztraubensäure eine gewichtsreduzierende Wirkung hat, sind nicht bekannt und werden auch auf den Internetseiten nicht geboten. Wozu auch, man kann ja mit anderen Beweisen aufwarten: "schlanke, glückliche Frauen und Männer auf der ganzen Welt, die Aposlim schon erfolgreich getestet haben". Allerdings erfährt man über die nicht mehr als diesen einen Satz, abgesehen von der Darstellung einer schlanken, offenkundig glücklichen Dame auf der Website, die jedoch auch anonym bleibt.

Kosten: 30 € für 90 Tabletten 

Eine Packung zu 90 Tabletten kostet in der Apotheke 29,50 Euro. Bei Einhaltung der Mindestdosierung (6 Tabletten pro Tag) kommt man damit gerade 15 Tage aus. Noch teurer wird’s per Internet: Da kommen 180 Tabletten (inklusive Versandkosten) auf 89 Euro. Ein Plus soll nicht verschwiegen werden: Gesundheitliche Nachteile sind durch die Einnahme von Brenztraubensäure nicht zu erwarten.

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Bild: VKI