Skidaumen

Erst kühlen, dann zum Arzt

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Konsument 12/2009 veröffentlicht: 12.11.2009

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Der sogenannte Skidaumen entsteht häufig durch einen Sturz auf der Piste, wenn man mit dem Daumen in der Schlaufe des Skistockes hängen bleibt.

Hinter dieser schmerzhaften Verletzung verbirgt sich meist eine Überdehnung oder ein Riss des ellenseitigen Seitenbandes am Daumen. Zu erkennen ist die Verletzung an einer deut- lichen Schwellung des Daumengrundgelenks, verbunden mit stechenden Schmerzen, die beim Abspreizen des Daumens merkbar zunehmen.

Bandabriss 

Zieht man sich einen Bandabriss zu, kann der Daumen kaum bewegt werden, selbst das Heben leichter Gegenstände fällt schwer. Als Erste-Hilfe- Maßnahme sollte die betroffene Stelle sofort mit Eis oder Schnee gekühlt werden. Eine ärztliche Untersuchung ist notwendig um abzuklären, ob es sich um eine Zerrung oder einen Riss des Bandes handelt. Bei einer Zerrung genügt es, den Daumen sechs Wochen lang in einer Schiene ruhigzustellen. Er kann nach etwa drei Monaten wieder voll belastet werden, Krankengymnastik vermag den Heilungsverlauf zu beschleunigen.

Notwendige Operation 

Bei einem Bänderriss lässt sich die Greiffunktion des Daumens nur durch einen chirurgischen Eingriff wiederherstellen. Diese Operation sollte innerhalb der ersten zehn Tage erfolgen, weil sich das abgerissene Band sonst zusammenzieht und die Operation erschwert.

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Bild: VKI