Sonnenschutz und braune Haut

Immer fleißig schmieren

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KONSUMENT 7/2014 veröffentlicht: 26.06.2014

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Das Gehirn leistet sich manche Erinnerungslücke, aber die Haut vergisst nie! - "Kunde König", ein satirischer Kommentar von Alois Grasböck.

KONSUMENT-Kolumnist Alois Grasböck 
Alois Grasböck

Die merkt sich genau, wie oft sie am Badestrand gegrillt wurde, und wenn’s ihr zu viel wird, legt sie sich frühzeitig in Falten oder lässt sich hängen, sofern sie nicht geliftet wird.

Die Haut leidet täglich  ...

Allerdings muss man der modernen Haut zugestehen, dass sie enorm belastungsfähig ist. Sie wird täglich mit Chemikalien bearbeitet, angefangen vom Duschgel über das Shampoo bis zum Deodorant, um nur einige zu nennen. Ein durchschnittliches Badezimmer zeigt eindrucksvoll, dass der Satz „Alles Leben ist Chemie“ keineswegs aus der Luft gegriffen ist. Offenbar verlassen sich nur mehr die wenigsten auf die Behauptung, wahre Schönheit komme von innen.

... auch am Wetter

Trägt der Mensch seine Haut ins Freie, lauert dort das Wetter, wobei der Sonnenschein eine besondere Rolle spielt. Er tut auch der Seele gut, was die Schönheit von innen durchaus fördern könnte. Zudem sorgt die Sonne für Bräunung, wenn auch nicht zuverlässig genug, sonst wären die Solarien nicht so populär geworden.

Golfplatz- oder Baggersee-Bräune

Die gebräunte Haut, das sei am Rande bemerkt, ist übrigens eine seltsame Angelegenheit. Manche wollen braun werden, das darf aber um Himmels Willen nie so ausschauen wie bei einem Bauarbeiter aus Südeuropa! Es soll eine Bräune sein, die an Freizeit, Sport und "Ich kann’s mir leisten“ denken lässt. Das ist manchmal lustig, wenn einer, der eine bessergestellte Golfplatz-Bräune suggerieren möchte, als Arbeitsloser am Baggersee enttarnt wird.

Hirnverbrannt – nein, danke

Die Klügeren begnügen sich damit, dass bei einem normalen Leben im Sommer sowieso ein gewisser Bräunungsgrad eintritt. Sie wissen: Wenn die Schöpfung gewollt hätte, dass sich die Menschen eine knusprige Schwarte zulegen, hätte sie den Schatten nicht erfunden. Ein Sonnenbrand kann schon einmal passieren, aber hirnverbrannt – nein, danke!

In diesem Sinne: Möge die Sommersonne strahlen, und der Haut soll es auch gut gehen. Dafür sollte man fleißig schmieren – in diesem Fall ohne politische Nebenbedeutung.


Lesen Sie dazu auch unseren Test: Sonnenschutzmittel für Kinder.

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