Sonnenschutzmittel

Billig braun

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Konsument 7/2001 veröffentlicht: 01.07.2001

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  • Alte Kosmetikregel einmal mehr bestätigt
  • Alle Produkte erfüllen ihre wichtigsten Funktionen

Zum Urlaub am Strand gehört der Sonnenbrand wie die Sterne zum Nachthimmel – viele Menschen ergeben sich immer noch diesem vermeintlichen Schicksal. Der Drang, möglichst schnell braun zu werden, lässt vergessen, dass sonnenentwöhnte Haut ein wenig Zeit braucht, um der Kraft der Sonnenstrahlen standhalten zu können.

Gefahr Hautkrebs

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Jeder Sonnenbrand schädigt die Haut und erhöht das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Wer bis jetzt noch nicht viel Sonne getankt hat, sollte sich daher zu Beginn eines Urlaubs am Meer oder im Hochgebirge nicht zu lange den Strahlen aussetzen und Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden. Auch im Schatten muss man sich schützen, wenn die Strahlen von Sand oder Wasser reflektiert werden.

Normal empindliche Haut

Im Test diesmal Lotionen und Sprays mit einem Schutzfaktor von 15 bis 20; das reicht in der Regel für normal empfindliche Personen zum Einstieg nach langer Sonnenpause. Wir haben zehn gängige Produkte ausgewählt, wobei ein paar bekannte Marken (etwa Nivea) nicht vertreten sind: Deren neue Kreationen waren zum Teststart leider noch nicht auf dem Markt.

Erfreuliches Ergebnis:

Anders als in den Vorjahren erfüllen alle getesteten Produkte ihre Funktion. Dagegen wurde die alte Regel von Kosmetiktests, „Die Billigen sind am besten“, einmal mehr bestätigt. Der versprochene Lichtschutzfaktor wird ausnahmslos eingehalten, auch bei der Feuchtigkeitsanreicherung zeigten sich keine groben Mängel. Lediglich die Sonnenmilch von Helena Rubinstein und der Sonnenspray von Piz Buin versorgen die Haut mit etwas weniger Feuchtigkeit.

Das einzige „durchschnittliche“ Endurteil für Eucerin Schutzspray ist auf die nicht bestandene Prüfung der Wasserfestigkeit zurückzuführen. Nach zweimal 20-minütigem Wasserkontakt waren im Fall Eucerin nur noch zehn Prozent des ursprünglichen Schutzes nachzuweisen – weit weniger als vorgeschrieben. Allzu sehr sollte man sich auch bei anderen Produkten nicht auf deren Wasserfestigkeit verlassen: Wenn man sich nach dem Baden abtrocknet, bleibt wahrscheinlich in keinem Fall viel Sonnenschutz erhalten.

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